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Vielfalt, Integration, Sicherheit Wie soziale Faktoren die Rendite beeinflussen

Gemischtes Team bei einer Besprechung
Gemischtes Team bei einer Besprechung: Die Berücksichtigung sozialer Faktoren kann ein Unternehmen erfolgreicher machen. | Foto: Imago Images / SuperStock

Mangelnde Vielfalt, fehlende Integration und unzureichende Sicherheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz können den sozialen Zusammenhalt beeinträchtigen und die Polarisierung verschärfen. Angespannte Beziehungen zwischen Management und Mitarbeitern, Kinderarbeit oder Korruption stehen ebenfalls auf der Liste der Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (ESG), die nachhaltigkeitsbezogenen Investitionsentscheidungen zugrunde liegen sollten.

Soziale Risiken stellen eine zunehmende Bedrohung für die gesellschaftliche Stabilität und damit auch für die Weltwirtschaft dar. Unternehmen können und sollten daher eine Rolle bei ihrer Bewältigung spielen.

Es gibt sowohl interne Faktoren wie die Art und Weise, wie ein Unternehmen auf Vielfalt und Integration achtet, als auch externe Faktoren. Zu letzteren gehört, wie ein Unternehmen mit der Gemeinschaft interagiert: Wie stellt es sicher, dass seine Wertschöpfungskette frei von Problemen wie nicht nachhaltigen Produktionsmethoden ist? Diese dynamischen Risiken gelten als schwieriger zu messen.

Fehlende Standards bei sozialen Faktoren

Verschiedene Länder drängen darauf, dass Unternehmen offenlegen, wie sie mit sozialen Risiken umgehen. Es gibt derzeit aber keine globale Vereinbarung darüber, wie dies funktionieren kann und welche Ziele gesetzt werden sollten.

Das Fehlen einer standardisierten, zuverlässigen und quantitativen Methode zur Messung sozialer Auswirkungen ist eine der größten Herausforderungen für Investoren bei der Bewertung sozialer Risiken. Die Unternehmen unterscheiden sich in der Art und Weise, wie sie ihre Bemühungen im Bereich der sozialen Verantwortung messen und darüber berichten. Das führt mitunter zu geringwertigen Daten, die nicht verglichen oder in Finanzmodellen verwendet werden können.

 

Wie Anleger soziale Faktoren stärken können

Um zu verstehen, wie sich ein Unternehmen in Bezug auf soziale Risiken verhält, stützen sich Anleger auf Managementberichte und gegebenenfalls auf staatliche und gemeinnützige Datenbanken, soziale Netzwerke und Medienberichte.

Viele verfolgen bei der Analyse dieser Daten einen ESG-Integrationsansatz. Andere wiederum schließen Unternehmen aus, die nicht mit ihren Interessen übereinstimmen – zum Beispiel Unternehmen, die mit Waffen und Tabak in Verbindung stehen. Impact-Investoren gehen einen anderen Weg. Sie investieren in Unternehmen, die einen messbaren sozialen Nutzen haben, beispielsweise abhängig von der Zahl der geschaffenen Arbeitsplätze oder der Stunden, die für die Weiterbildung der Mitarbeiter aufgewendet werden.

Unternehmen, die weniger gut abschneiden als ihre Konkurrenten, sind mit einem Reputationsrisiko konfrontiert. Das kann zu einem finanziellen Verlust für die Anleger führen. Umgekehrt können sich aber auch Chancen ergeben, wenn es den Anteilseignern gelingt, aktiv auf die Unternehmen einzuwirken und sie zu positiven Veränderungen zu bewegen.

Schaffen sie das nicht auf diesem Wege, können sie Beschlüsse vorschlagen und darüber bei der Hauptversammlung abstimmen lassen. Diese können die Unternehmensleitung zu den gewünschten Maßnahmen zwingen.

Warum der Umgang mit sozialen Faktoren die Rendite beeinflusst

Laut UN Global Compact bieten die Bemühungen um soziale Nachhaltigkeit den Unternehmen die Möglichkeit, Innovationsquellen zu erschließen. Das kann ihnen helfen, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, neue Märkte zu öffnen, neue Geschäftspartner zu gewinnen und Konflikte mit anderen Akteuren der Gesellschaft zu verringern.

Weitere Vorteile für Unternehmen, die soziale Fragen ernster nehmen, sind eine bessere Arbeitsmoral und Motivation der Mitarbeiter. Das kann wiederum die Produktivität und Rentabilität steigern.

Sie sind auch besser in der Lage, die Kundenbindung und -treue zu erhöhen und einen positiven Wiedererkennungswert ihrer Marke aufzubauen, der sie von ihren Mitbewerbern unterscheidet.

Die Berücksichtigung des sozialen Nutzens hat also nicht nur makroökonomische Vorteile für die Gesellschaft. Sie kann den Unternehmen dabei helfen, bessere Entscheidungen zu treffen – die ihren Ruf verbessern, die Produktivität und Rentabilität steigern und die finanziellen Erträge der Anleger erhöhen.

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