Wilhelm Möller ist mit 23 Jahren einer der jüngsten Fondsmanager Deutschlands. Bereits im Kindesalter war er Mitglied im Naju, der Jugendorganisation des Nabu. Er ging auf die „Umweltschule in Europa“ und engagierte sich 2019 in der Ortsgruppe Leipzig der Fridays for Future-Bewegung. Im Anschluss an seine Schulausbildung studierte er Jura, ebenfalls in Leipzig. Nach seinem Studium ist er nach Hamburg gezogen, um zusätzlich zum Fondsmanagement als Head of Sustainability der Hövelrat Holding (Muttergesellschaft) und Nachhaltigkeitsbeauftragter der Proaktiva (Tochtergesellschaft), dem Haftungsdach des Fonds, zu arbeiten.

Bereits während der Examensvorbereitung baute er das Unternehmen Advanced Sustainable Investment auf, mit dem er am 7. Juni 2022 seinen eigenen Fonds startete. Selbsternanntes Ziel ist es, das nachhaltige Finanzprodukt für die Kapitalmärkte zu sein.

Entsprechend wurde der Fight for Green (ISIN: DE000A3DK5M9) als Impact-Fonds nach Artikel 9 SFDR lanciert. Gemäß ISS-Rating erhält der Fonds fünf Sterne, ebenso bei Morningstar fünf Globen und MSCI ESG vergibt ein AA. Der Impact in dieser Strategie erfolgt auf unterschiedlichem Weg, jedoch mit demselben Ziel: Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens. Dabei werden folgende Punkte umgesetzt:

  • Reduzierung der absoluten CO2-Emissionen
  • Stilllegen von CO2-Emissionsrechten aus dem regulierten EU -Markt
  • Teilnahme an Hauptversammlungen
  • Unterstützung von NGOs, mit denen Kooperationen gepflegt werden

Der Fonds ist als globaler Aktienfonds konzipiert. Der Fokus liegt auf Unternehmen, die sich in der Transformation befinden, um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommen zu erfüllen. Das Anlageziel folgt dem nachhaltigen Investitionsziel: CO2-Reduktion um 7 Prozent pro Jahr unter Berücksichtigung der jeweiligen Gewichtung der Einzelwerte im Fonds.

Als Benchmark dient der MSCI World Index. Ziel ist eine mittel- bis langfristige Outperformance gegenüber der Benchmark unter gleichzeitiger CO2-Reduzierung. Das Anlageuniversum ist global und sektorübergreifend überwiegend im Mid- und Large-Cap-Bereich angesiedelt. Derivate werden im Rahmen des Managements nicht eingesetzt. Das Portfolio wird aus 40 Werten gebildet, welche quartalsweise einem Rebalancing unterzogen werden. Um eine adäquate Diversifikation zu gewährleisten und eine objektive Vergleichbarkeit zur Benchmark (über 1.500 Titel) herzustellen, wird als Vergleichskriterium die Sektorallokation nach GICS (Global Industry Classification Standard) des MSCI World annähernd repliziert.

Auf die Frage nach Unterschieden zu etwaigen Mitbewerbern erklärt der Manager:

„Neben einer ganzen Reihe von direkten und indirekten Impacts setzt der Fonds ein aktives Management voraus. Das Fondsmanagement muss die Entwicklung der CO2-Emissionen der einzelnen Werte in die Zukunft projizieren beziehungsweise schätzen und steht deshalb laufend im Kontakt mit den CSO (Chief Sustainability Officer, Head of ESG et cetera) der jeweiligen Unternehmen. Sollte im Unternehmen kein eigenes Ressort hierfür vorhanden sein, wird der Investor Relations Bereich kontaktiert.“

Und weiter:

„Der Fonds ergänzt die CO2-Reduktion im nachhaltigen Investitionsziel um ein umfangreiches Negativ-Screening, welche deutlich schärfer als die BVI-Mindeststandards und die Zielvorgaben des deutschen Zielmarkts seitens der Bafin sind (beispielsweise Atomkraft). Zudem darf sich der Fonds aus regulatorischen Gründen nicht in Russland und China engagieren. Da der Fonds sektorübergreifend investiert, folgt er den Marktzyklen. Da er allerdings nicht im Bereich fossiler Brennstoffe (Kohle, Öl und Gas) sowie nicht im Rüstungs- und Verteidigungssektor investiert ist, kann er in Zeiten eines Kriegsausbruchs die Kursentwicklung solcher Werte nicht abbilden. Ebenfalls sind Investments im Bankensektor (Versicherer, Börsen oder Finanzdienstleister hingegen schon) aus ESG-Gesichtspunkten fast immer ausgeschlossen.“