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46 Nachhaltigkeitsberichte im Test
Rating: Diese 16 Versicherer berichten besonders transparent über Nachhaltigkeit
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46 Nachhaltigkeitsberichte im Test Rating: Diese 16 Versicherer berichten besonders transparent über Nachhaltigkeit

Entlüftungsanlage
Entlüftungsanlage eines Bürogebäudes: Morgen & Morgen hat in einer aktuellen Studie untersucht, wie transparent Deutschlands Versicherer über ihr Engagement in Sachen Nachhaltigkeit berichten. | Foto: Erich Westendarp / Pixabay
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Das Analysehaus Morgen & Morgen (M&M) erweitert sein Angebot an Studien zum Vergleich von Versicherern um das Thema Nachhaltigkeit: Bei dem neuen M&M Rating ESG Unternehmen bewerten die Branchenexperten, wie klar die Anbieter ihr Engagement zu den Themenbereichen Environment (E), Social (S) und Governance (G) darstellen. „Wir beurteilen ESG-Informationen hinsichtlich ihrer Transparenz. Dazu haben wir Kriterien entsprechend der Berichtspflichten für Versicherungsunternehmen entwickelt“, erklärt die für die Studie Verantwortliche Yvonne Walocha. Sie untersuche also ausschließlich, wie nachvollziehbar die Angaben in öffentlich zugänglichen Berichten sind. Denn die aktuell noch unzureichende Datenlage lasse keine weiterführende Auswertungen zu. „Das ESG-Datendickicht ist nach wie vor herausfordernd.“ 

Das gelte insbesondere für den Umweltbereich: „Vor allem bei den CO2-Emissionen besteht noch viel Luft nach oben.“ Ob ein Versicherer seine Initiativen zum Einsparen der Abgase offenlegt, geht in das Teilrating Environment ein. Zusätzlich wird hier betrachtet, ob die direkten und indirekten CO2-Ausstöße vom Unternehmen veröffentlicht werden. „Hier liegen für die Versicherer aktuell die größten Herausforderungen und es gibt noch viel Potenzial. Einige Versicherer sind vor allem bei der Beschaffung der Daten sowie der Berechnung der Scopes noch nicht gut aufgestellt. Sie sind teils schwer nachvollziehbar“, berichtet Walocha. Inwieweit die institutionellen Investoren bei ihrer Kapitalanlage nachhaltige Investmentstrategien verfolgen, ist hingegen nur eines von insgesamt sechs Teilkriterien im Bereich Environment. 

So schneiden die 46 Versicherer ab 

Im Teilrating Social bewerten die M&M-Analysten, wie das Unternehmen seine soziale Verantwortung wahrnimmt. Das betrifft insbesondere Angaben über das Verhalten gegenüber seinen Mitarbeitern und Kunden sowie das gesellschaftliche Engagement. Auch hierzu finden sich in den ESG-Berichten teilweise nur schwammige Angaben: „Beim Thema Inklusion stellen wir noch große Zurückhaltung fest. Die Aussagen sind oft pauschal und wenig greifbar“, stellt Walocha fest. Aber auch das Messen der Kundenzufriedenheit oder das Management von Kundenbeschwerden könnten noch detaillierter dargelegt werden. Fehlende Transparenz bemängeln die Tester ebenso bei Spenden. Sie werden zwar von 80 Prozent der Versicherer offengelegt, aber nur rund ein Viertel zeigt die konkrete Aufteilung im Detail an. 

Nachhaltigkeit Teil der Firmenstrategie 

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Yvonne Walocha
Yvonne Walocha © Morgen & Morgen 

Vergleichsweise gut informieren die Versicherer hingegen über ihre internen Regeln im Bereich Governance, also der guten Unternehmensführung. Dieses Thema haben sie der Studie zufolge bereits branchenweit in ihren Firmenstrategien aufgenommen und wirksam in ihren Prozessen berücksichtigt. „Die Versicherungsgesellschaften setzen sich tiefgründig mit den Anforderungen auseinander und verankern diese größtenteils gut im Unternehmen. Beispielsweise durch Nachhaltigkeitsbeauftragte oder einer tiefgreifenden Wesentlichkeitsanalyse, die der Dreh- und Angelpunkt der zukünftigen Berichterstattung sein wird“, erklärt Walocha. „Die Branche zeigt hier eine hohe Bereitschaft zur Transparenz. Es ist klar ersichtlich, dass die Unternehmen sich hier stark ausrichten und wir stets eine Dynamik erkennen werden.“ 

16 Versicherer erhalten die Bestnote 

Diese Tendenz bewerten die Studienautoren positiv, damit Verbraucher die komplexen Informationen in den ESG-Berichten verstehen und vergleichen können, wenn sie sich bewusst für einen nachhaltigen Anbieter entscheiden möchten. Hierfür stehen ihnen insbesondere 16 Versicherer zur Verfügung, die in dem aktuellen M&M-Rating die Bestnote von fünf Sternen erhalten (siehe Tabelle oben). Jeweils zwölf Gesellschaften wurden mit vier beziehungsweise drei Sternen bewertet. Nur viermal vergaben die M&M-Analysten zwei Sterne und zweimal lediglich einen Stern. Im Test waren insgesamt 46 Versicherer, die mindestens 500 Mitarbeiter beschäftigen. Das Rating gilt auf Konzernebene, da die Nachhaltigkeitsberichtserstattung in der Regel für einen gesamten Konzern erfolgt. 

 

Das aktuell erstmals vergebene M&M Rating ESG Unternehmen ist nicht der erste Nachhaltigkeits-Check von Morgen & Morgen. Die Hofheimer starteten vor zwei Jahren eine Zusammenarbeit mit der Beratungsgesellschaft Zielke Research Consult, die seit 2019 eigene Rankings der Nachhaltigkeitsberichte deutscher Versicherer veröffentlicht. Doch diese Auszeichnung vergeben die Aachener nicht länger gemeinsam mit M&M. Stattdessen wurde jetzt die neue Firma Zielke Rating gegründet, um die Geschäftsbereiche Beratung und Analyse zukünftig klarer zu trennen. Damit komme Firmengründer Carsten Zielke nach eigenen Angaben einer Anforderung der Green Claims Directive zuvor, die vermutlich in zwei Jahren verpflichtend wird und eine entsprechende Trennung gesetzlich fordert. 

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