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Erneuerbare Energie: Die Berichte deutscher Versicherer über ihre Aktivitäten beim Thema Nachhaltigkeit sind laut einer aktuellen Studie von Communication Lab und AMC oftmals so unverständlich wie eine Doktorarbeit. | © Pixabay Foto: Pixabay

Nachhaltigkeitsberichte

Versicherer liefern schwere Kost ab

Désirée Schubert, AMC

Verständliche Sprache ist für das Assekuranz-Netzwerk AMC Finanzmarkt ein „entscheidender Hebel für erfolgreiche Kommunikation“. Denn: „Nur wer die Sprache seiner Zielgruppe spricht, stellt sicher, dass seine Botschaften auch ankommen.“ Das gelte insbesondere für die Botschaften zum Thema Nachhaltigkeit. Doch keiner der 34 analysierten Versicherer konnte in einer aktuellen AMC-Studie durch gute Verständlichkeit in seinem Nachhaltigkeitsbericht überzeugen.

„Es macht den Eindruck, als würden die Versicherer ihre Nachhaltigkeitsberichte für hochbegabte Experten schreiben, die viel Zeit und Muße haben, sich durch die komplexe Materie zu kämpfen“, kommentieren die Studienautoren ihre Ergebnisse. „Doch die Realität sieht anders aus: Unabhängig vom Bildungsgrad erwarten Leser heute einfach, dass Informationen schnell und leicht verdaulich daherkommen.“ Stattdessen bewege sich die Verständlichkeit auf dem Niveau politikwissenschaftlicher Doktorarbeiten.

Von leichter Kost weit entfernt

Für den Leser der Nachhaltigkeitsberichte gibt es der Studie zufolge so einiges zu verdauen: zum Beispiel lange und verschachtelte Sätze mit hoher Informationsdichte. „Sätze mit 30, 40 oder gar 50 Wörtern sind eindeutig zu lang – aber leider keine Seltenheit“, berichten die Studienautoren. In der Regel fänden sich in den Berichten komplexe Sätze aus vielen Wörtern, mehr als zwei Satzteilen und mehr als zwei Informationseinheiten. Derart „verbaut“ komme keine der positiven Botschaften zum Tragen und „verpuffe“.

„Das wichtigste Ziel von Reporting ist, glaubwürdig zu sein – und Verständlichkeit ist dafür die Basis“, erklärt AMC-Studienleiterin Désirée Schubert. „Die Nachhaltigkeitsberichte der Versicherer sind jedoch für alle schwer verständlich. Und das zu einer Zeit, in der Nachhaltigkeit rasant an Relevanz gewinnt, und die Anforderungen an eine gute Unternehmenskommunikation wachsen.“ Laut Schubert gebe es daher „jede Menge gute Gründe das Nachhaltigkeitsreporting auf neue Beine zu stellen“.

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