Quelle: Getty Images

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Nachhaltigkeitsindex NAI schlägt Dax und Dow Jones

Dass Anleger sich nicht immer zwischen Nachhaltigkeit und Rendite entscheiden müssen, zeigt die Wertentwicklung des Nachhaltigkeits-Index NAI. Zu seinem 14. Geburtstag kletterte der vom Hamburger Finanzdienstleister Securvita entwickelte Index, der 30 nachhaltige internationale Unternehmen umfasst, auf einen neuen Höchststand von rund 6.700 Punkten. Damit nahm der NAI seit seinem Start am 1. April 1997 um 570 Prozent an Wert zu und ließ konventionelle Konkurrenten wie den Dax oder den Dow Jones hinter sich.

„In den letzten zehn Jahren hat der Natur-Aktien-Index 2,5 mal so viel Rendite erzielt wie der Dax", bestätigt der Dachverband "Forum Nachhaltige Geldanlagen". Auch Sustainability-Indizes mit schwächeren Öko-Kriterien konnten mit dem NAI nicht mithalten.

Positiv- und Negativ-Kriterien für die Aufnahme in den NAI

Die 30 Unternehmen, deren Kursentwicklung der NAI abbildet, sind laut Thomas Martens von Securvita weltweite Vorreiter für umweltfreundliche Produktion und die Lösung globaler Probleme. Um in den Index aufgenommen zu werden, müssen Firmen mindestens zwei der folgenden vier Kriterien erfüllen:

1. Sie müssen Produkte oder Dienstleistungen wie beispielsweise regenerative Energieerzeugung, biologische Landwirtschaft oder effiziente Wassertechnik anbieten, die einen wesentlichen Beitrag zur ökologisch und sozial nachhaltigen Lösung zentraler Menschheitsprobleme leisten.

2. Sie müssen Branchen-Vorreiter im Hinblick auf die Produktgestaltung wie zum Beispiel Lebensdauer und Nutzungseffizienz, Produktsicherheit oder Recyclingfähigkeit sein.

3. Sie müssen Branchen-Vorreiter im Hinblick auf die technische Gestaltung des Produktions- und Absatzprozesses, wie zum Beispiel die Minimierung des Energie- und Rohstoffverbrauchs sein.

4. Sie müssen in ihrer Branche eine führende Rolle im Hinblick auf die soziale Gestaltung des Produktions- und Absatzprozesses – zum Beispiel Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz oder Förderung von Frauen sowie ethnischen und sozialen Minderheiten - übernehmen.

Auf keinen Fall werden Unternehmen in den NAI aufgenommen, die ein Negativ-Kriterium - wie Atomenergie, Waffenproduktion, Diskriminierung von Frauen, Diskriminierung von sozialen oder ethnischen Minderheiten, Kinderarbeit, Tierversuche, Gentechnik in der Lebensmittelproduktion, Erzeugung von ausgesprochen umwelt- oder gesundheitsschädlichen Produkten – erfüllen.

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