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Nachhaltigkeitsstudie: Banken und Versicherungen hinken hinterher

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Während Stiftungen und kirchliche Anleger zunehmend Nachhaltigkeitskriterien in ihre Investmententscheidungen mit einbeziehen, spielen solche ethisch oder ökologisch orientierten Investments für Banken und Versicherungen eine eher geringe Rolle.

Das ist das Ergebnis einer Studie, für die Union Investment Managers 218 Großanleger zu verschiedenen Aspekten des nachhaltigen Vermögensmanagements befragte.

Zwei Drittel der Befragten gaben an, bei ihren Anlageentscheidungen Nachhaltigkeitskriterien zu berücksichtigen. Für rund 36 Prozent hingegen spielt das Thema keine Rolle.

Dieses Ergebnis fasst Henry Schäfer, Professor an der Universität Stuttgart, in einem Index zusammen: Auf einer Skala von minus 100 bis plus 100 liegt der durchschnittliche Stimmungswert der deutschen Investoren im Bezug auf nachhaltige Investments aktuell im positiven Bereich, bei 22 Punkten.

Insbesondere Stiftungen und Großunternehmen legen großen Wert auf nachhaltige Investmentkriterien. So beträgt die Nachhaltigkeitsquote im Durchschnitte 50 Prozent bei Stiftungen und bei kirchlichen Anlegern sogar 73 Prozent.

Unterdurchschnittliche Quoten finden sich hingegen bei Banken, Versicherungen und Pensionskassen. Im Bezug auf die Gesamtheit der Investitionen, stecken Banken 34 Prozent davon in nachhaltig orientierte Anlagen, Versicherungen und Pensionskassen jeweils 33 Prozent.

Dialog zwischen Investoren und Unternehmen

42 Prozent der Befragten, die bereits nachhaltig anlegen, verstehen sich als aktive Investoren. Sie versuchen durch gezielte Einflussnahme auf die Unternehmensspitze, ökologische und soziale Kriterien als Grundlage einer guten Unternehmensführung, durchzusetzen.

74 Prozent gehen davon aus, dass der aktive Dialog zwischen Investoren und Unternehmen künftig eine große Rolle spielen wird.

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