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Christoph Gebert ist Senior-Fondsmanager und Managing Director bei Ehrke & Lübberstedt | © Ehrke & Lübberstedt

Leitender Portfoliomanager Christoph Gebert

„Mittelständische Unternehmen werden oft besser geführt“

DAS INVESTMENT: Sie starteten zum Jahresbeginn bei der Lübecker Investmentboutique Ehrke & Lübberstedt, nachdem Sie sieben Jahre lang bei Warburg Invest einen Nebenwertefonds gelenkt hatten. Wie kam es dazu?

Christoph Gebert: Nach sieben tollen und spannenden Jahren bei Warburg Invest, in denen ich mit viel Energie und Begeisterung den Small und Mid Cap Deutschland Fonds erfolgreich aufgebaut habe, habe ich nun eine neue unternehmerische Herausforderung bei der Investmentboutique Ehrke & Lübberstedt im Portfoliomanagement übernommen. Ehrke & Lübberstedt ist eine kleine und feine inhabergeführte Investmentboutique hochspezialisiert auf deutsche Aktien. Genau mein Steckenpferd. Das passt also wie die Faust aufs Auge. Hier kann ich mich in einem kleinen Team auch intensiver zum deutschen Aktienmarkt austauschen. Außerdem habe ich völlige Freiheitsgrade in Bezug auf sämtliche operative Tätigkeiten wie Portfoliomanagement, Vertrieb und Pressearbeit. Zusätzlich entfallen die sonst bei größeren Unternehmen bekannten Meetingstrukturen. Ein klarer Effizienzgewinn. Nun verdoppeln wir mit meiner Person die Fondsmanagererfahrung in dem von uns beratenden Acatis Aktien Deutschland ELM Fonds.

Bleiben Sie dem Fokus auf Nebenwerten treu und welche Aufgaben erwarten Sie nun konkret?

Gebert: Ja klar, Nebenwerte sind im wahrsten Sinne meine Leidenschaft. Die Assetklasse verfolge ich seit dem Beginn meiner beruflichen Laufbahn und damit schon seit 18 Jahren. Auch bei unserem Aktienfonds bleibt der Schwerpunkt deutsche Nebenwerte. Zumal 95 Prozent aller börsennotierten Unternehmen aus diesem attraktiven Marktsegment stammen. Mein eigens entwickelter Investmentprozess mit dem Fokus auf die 3 Erfolgskriterien nachhaltiges Geschäftsmodell, gutes Management und attraktive Bewertung bleiben selbstverständlich bestehen und waren auch schon Basis beim Acatis Aktien Deutschland Fonds. Insofern passt auch das hier 100 Prozent.

Was spricht generell für, was gegen Nebenwerte?

Gebert: Aufgrund der Fokussierung vieler Mittelständler auf spezielle Marktnischen gepaart mit einer langfristigen Unternehmensstrategie sind die Unternehmen marktführend und können so überdurchschnittliche Kapitalrenditen erwirtschaften. Gerade die kleineren börsennotierten Werten sind inhabergeführt, was meist zu einer besseren Kapitallokation und -kontrolle führt. So sind gerade die Nebenwerte ertrags- und eigenkapitalstark. Oft sind die Nebenwerte auf ein Produkt oder eine Dienstleistung spezialisiert, was zu einer größeren Abhängigkeit führen kann. Bei Misserfolg kann das zu größeren Ausschlägen in der Erfolgsrechnung führen. Auch die Handelsliquidität kann gerade in Aktiencrashs zu Problemen führen. Daher sollte ein Investment in dieses Marktsegment spezialisierten Fondsmanagern anvertraut werden, die die Unternehmen regelmäßig sehen und die Risiken besser im Griff haben sollten.

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