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Private Krankenversicherung Therapie gegen wuchernde PKV-Beiträge

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Doch die private Krankenversicherung verfüge über „die richtigen Mechanismen, um diese Herausforderungen zu bewältigen“. Zu den Besonderheiten der PKV zählt neben ihren Alterungsrückstellungen das System der Beitragserstattung. Diese Boni sollen Versicherten einen Anreiz bieten, auf das Einreichen geringfügiger Rechnungsbeträge zu verzichten. Die Kunden verhalten sich dadurch nach Angaben des PKV-Verbands „erfahrungsgemäß gesundheits- und kostenbewusster und verursachen so weniger Ausgaben“. Die Barauszahlungen an Privatversicherte, die über einen längeren Zeitraum hinweg keine Leistungen in Anspruch genommen haben, summieren sich branchenweit auf knapp 1,5 Milliarden Euro.

Allein 273 Millionen Euro zahlte Marktführer Debeka für das Kalenderjahr 2018 aus. Die Koblenzer dominieren vor allem im Geschäft mit der Zielgruppe Beamte, die knapp ein Viertel der PKV-Kunden ausmachen, und steigerten ihren Bestand 2018 gegen den negativen Branchentrend um 1,4 Prozent auf knapp 2,4 Millionen Krankenvollversicherte. Um rund 2,1 Prozent gesunken ist dagegen beispielsweise der Kundenstamm der Central auf rund 314.000 Vollversicherte.

Eine Ursache dafür war der Rückzug des zur Generali-Gruppe gehörenden Unternehmens aus dem Geschäft mit Billigtarifen. Zur neuen Firmenstrategie erklärt Central-Chef Petin: „Krankenversicherung erfordert Beratung.“ Nur so könne der Vertrieb den individuellen Bedürfnissen der Kunden entsprechen. „Beratungsstarke Vertriebe werden deshalb weiter wachsen.“

Eine Regel, die das Beispiel der Hansemerkur bestätigt. Die Hamburger hatten 2018 mit 12,6 Prozent die branchenweit zweithöchste Quote der Abschlusskosten an den gesamten Aufwendungen. Das heißt, sie ließen sich die Zusammenarbeit mit Maklern und Finanzvertrieben einiges kosten. Im Gegenzug verzeichnete man ein sattes Plus um 3,2 Prozent auf rund 257.000 Vollversicherte. Weiter wachsen will der Anbieter künftig vor allem mit Angestellten, die ein Neuntel aller PKV-Kunden ausmachen. Ihnen steht ab einem Bruttoeinkommen in Höhe der Versicherungspflichtgrenze von aktuell 62.550 Euro pro Jahr der Weg in die Private frei.

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