Augsburger Rathaus: Die Ausgangsbeschränkung führt dazu, dass Cafés geschlossen bleiben und kaum Menschen in die Stadtzentren gehen. Foto: imago images / Jan Huebner

Auf der unsicheren Seite

Retten Betriebsschließungs-Versicherungen die Existenz in der Corona-Pandemie?

Der bayerische Hof hat schon viele prominente Gäste gesehen. Die britische Königin Elizabeth II. residierte bereits in dem Grand Hotel in der Münchner Altstadt, ebenso Königin Beatrix der Niederlande, Hillary Clinton, Wladimir Putin, Tom Cruise, Sean Connery, Neil Armstrong, Stephen Hawking. Sogar zwei Päpste und der Dalai Lama haben dort übernachtet.

Mitte Februar fand in dem Fünf-Sterne-Hotel – wie jedes Jahr – die Münchner Sicherheitskonferenz mit zahlreichen hochrangigen Politikern – darunter Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der Generalsekretär der OECD, José Ángel Gurría, und US-Verteidigungsminister Mark Esper – statt.

Nun sind alle Touristen weg, Veranstaltungen abgesagt, Wellness-Oasen und Spa-Salons geschlossen. Die meisten Fixkosten laufen allerdings weiter. Der wirtschaftliche Schaden: enorm.

Wie dem Bayerischen Hof geht es den meisten Hotels und Restaurants, aber auch Friseuren, Handwerkern, Ladenbetreibern, Kindertagesstätten, nicht-staatlichen Bildungs- und Kultureinrichtungen und Industrieunternehmen: Es gibt mittlerweile kaum eine Branche, die nicht unter krisenbedingten Absatzeinbrüchen oder staatlich verordneten Betriebsschließungen leidet.

Bei kleinen und mittelständischen Unternehmen kommt erschwerend hinzu, dass nur die wenigsten eine Versicherung haben, die für einen solchen Schaden aufkommen müsste. Das zeigt eine Umfrage des Versicherer- und Finanzdienstleistervereins Kubi und der Fachhochschule Dortmund.

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