Früh übt sich: Die junge Generation, hier an Hamburgs Außenalster, sollte bereits früh anfangen für die Pflege im hohem Alter vorzusorgen, meint der Versicherungsmakler Falk Leibenzeder.  | © imago images/Hoch Zwei Stock/Angerer Foto: imago images/Hoch Zwei Stock/Angerer

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Pflegetagegeld ist die bessere Absicherung

Die Welt steht Kopf, nichts ist mehr so, wie es einmal war. In Zeiten des Stillstands und drohender Krankheit kommt es zwangsläufig dazu, dass sich die Menschen mit ihren Absicherungen auseinandersetzen. So auch im Hinblick auf Vollmachten und Pflege. Beides kann im Ernstfall einerseits das Leben angenehmer machen und andererseits vor finanziellem Ruin schützen.

Falk Leibenzeder
Foto: Blau Direckt GmbH & Co. KG

Wer im Betreuungsfall selbstbestimmt bleiben möchte, sollte zwingend entsprechende Vollmachten erstellen. Dazu gehören eine Patientenverfügung, eine Betreuungsverfügung und eine Vorsorgevollmacht. Um das eigene Vermögen zu schützen und im Pflegefall nicht auch die Familie zu belasten, bietet sich die Absicherung der entstehenden Kosten an. Der Markt der Pflegezusatzversicherungen ist für den Laien fast nicht überschaubar.

Es ergibt durchaus Sinn, sich mit der Frage zu beschäftigen, wo und wie man leben möchte, wenn Hilfe im Alltag oder in der Pflege nötig wird. Damit der Pflegefall so angenehm wie möglich wird, und die finanziellen Möglichkeiten auch zu den Vorstellungen passen, lohnt sich ein Blick auf eine Pflegezusatzversicherung.

Ob zu Hause oder im Pflegeheim, die gesetzlichen Leistungen decken nur einen Teil der entstehenden Pflegekosten. Den Rest muss der Pflegebedürftige aus eigener Tasche aufwenden. Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung bleibt somit nur eine Teilkaskoversicherung auf den eigenen Körper. Bei einer durchschnittlichen Pflegedauer von 84 Monaten und eigenen Kosten von zirka 150.000 Euro rechnet sich eine Pflegezusatzversicherung allemal.

Grundsätzlich gibt es drei Kategorien, zwischen denen der Verbraucher wählen kann. Die Pflegeversicherung, oder auch Pflegerente genannt, das Pflegetagegeld und die Pflegekostenversicherung. Pflegerenten werden nur noch von einer Handvoll Gesellschaften angeboten. Aus diesem Grund ist es für den Versicherungsnehmer interessanter, sich seine drohende Pflegebedürftigkeit über ein Pflegetagegeld abzusichern. Auch im Hinblick auf die zu beantwortenden Gesundheitsfragen ist ein Pflegetagegeld entspannter gegenüber einer Pflegeversicherung.

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