Händler an der Börse in New York: Experten raten, den Wiedereinstieg nicht zu lange aufzuschieben | © imago images / Xinhua Foto: imago images / Xinhua

Natixis-Chefstratege zum Börsencrash

„Nicht den Einstieg verpassen“

Lafferty erklärt: „Für den S&P 500 impliziert unsere Schätzung des Gewinnrückgangs in Verbindung mit dem Eindampfen der Bewertungen einen Rückgang von 35 bis 50 Prozent. Das ist eine große Spanne, aber seit dem Höchststand vom 19. Februar ist der US-Aktienindex bereits um 32 Prozent gesunken.“ Zwar sei die Stimmung an den Märkten noch sehr negativ und einige Schmerzen sicher noch zu erwarten, aber die Panik lasse nach.

Kurzfristig müssen die Anleger allerdings damit rechnen, dass es noch weiter nach unten gehen kann. Das sieht auch Lafferty so: „Aber präzises Market-Timing ist ohnehin unmöglich, und wir nähern uns schnell Bewertungen, die interessant aussehen.“ Die Geschwindigkeit der Verluste und der vorübergehende Charakter der Pandemie bedeute, dass die Kehrtwende des Marktes schnell erfolgen könnte, so der Chefstratege.

Dieser Zeitpunkt sei nun leicht zu verpassen. „Wer Volatilität ertragen kann, sollte sich jetzt wieder an risikoreichen Anlagen herantasten.“ Als Voraussetzung dafür unterstellt Lafferty allerdings, dass die Pandemie bis Juni unter Kontrolle ist: „Ansonsten wären unsere Gewinn­schätzungen für das Gesamtjahr zu optimistisch.“

Mehr zum Thema
Investments in NachhaltigkeitDer Ruf nach einem Systemwechsel wird lauterVermögensverwalter Holger Schmitz zum Corona-Virus„Jetzt bieten sich Kaufgelegenheiten“VersicherungsvertriebLV 1871 gibt Maklern Tipps für Corona-Zwangspause