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Rät Anleger auch zu alternativen Anlagen: Natixis-Experte James Beaumont | © Natixis

Natixis-Experte James Beaumont „Mischfonds allein reichen nicht“

Die in den Portfolios von Anlageberatern gewählte Streuung von Asset-Klassen konnte in 2018 ihre Kunden nicht vor Verlusten schützen. Das ist eine Erkenntnis unseres „Global Portfolio Barometer“, für das wir rund um den Globus Musterportfolios mit moderater Risikoausrichtung von insgesamt 421 Anlageberatern analysiert haben.

Nur 2 Prozent der Portfolios über Wasser

Gerade einmal zwei Prozent dieser Portfolios wiesen über den Zeitraum von zwölf Monaten ein positives Anlageergebnis auf. Untersucht wurden die Allokationsempfehlungen von Anlageberatern aus Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Lateinamerika und den USA. Die besten Ergebnisse wurden in Italien erzielt. Hier konnte der Verlust im Durchschnitt aller Musterportfolios auf -3,2 Prozent begrenzt werden. Am schlechtesten schnitten die Portfolios in Deutschland (-5,3 Prozent) und Spanien (-5,9 Prozent) ab.

Wie schon in den Untersuchungen zuvor, zeigten sich auch im vergangenen Jahr je nach Land bzw. Region deutliche Unterschiede in der Asset-Allokation der Musterportfolios. Hohe Aktienquoten von über 50 Prozent fanden sich bei den britischen und US-amerikanischen Anlageberatern. Niedrige Aktienquoten wiesen vor allem Italien (23 Prozent) und Frankreich (29 Prozent) auf. In Deutschland lag die Quote mit 40 Prozent im Mittelfeld. Mit 42 Prozent war die Anleihequote bei lateinamerikanischen Beratern am höchsten, gefolgt von Italien mit 39 Prozent.

In Deutschland betrug die Rentenquote im Durchschnitt aller untersuchten Portfolios 31 Prozent. Schlusslichter bilden die britischen (18 Prozent) und die französischen Musterportfolios mit 19 Prozent.

Neben weiteren Anlageklassen nutzten 2018 alle Anlageberater auch Multi-Asset-Ansätze für die Diversifizierung ihrer Musterportfolios. Allerdings ohne durchschlagenden Erfolg. Im Durchschnitt aller untersuchten Musterportfolios konnten sie im vergangenen Jahr keinen positiven Ergebnis-beitrag erzielen. Im Gegenteil: Nach Aktien trugen Multi-Asset-Ansätze 2018 am stärksten zur Negativentwicklung der Portfolios bei. Dies gilt insbesondere für die französischen, italienischen und deutschen Musterportfolios, in denen Multi-Asset-Fonds eine vergleichsweise hohe Allokationsquote aufweisen.

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