Natürlicher Zinseszins

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Häuser bauen, heizen und hobeln, um mehr oder wenigerhochwertige Möbel herzustellen – Holz zählt zuden vielfältigsten Rohstoffen der Welt. Vor allem als Energieträger ist Holz begehrt: Während in Westeuropa bislang meist allenfalls im Winter einmal ein paar Scheite im Kamin glühen, werden in den ärmeren Regionen Afrikas rund 90 Prozent aller gefällten Bäumeverheizt oder zur Energiegewinnung genutzt. Der Rest wird zum Haus-, Möbel oder Schiffbau verwendet.

Doch auch in den Industrienationen setzt sich Holzimmer häufiger als Energieträger durch, berichtet dieFood and Agricuture Organization (FAO) der Vereinten Nationen. Das liegt zum einen an den steigenden Preisen für Öl und Gas, zum anderen aber an einer positiven Eigenschaft, die Holz zu einer Klima schonenden Variante macht: Bei der Verbrennung setzen Bäumeweniger schädliches Kohlendioxid frei, als sie im Laufe ihres Lebens aufgenommen haben. Die positive Ökobilanz wird die Nachfrage nach demRohstoff angesichts des gesteigerten Klimabewusstseins ebenso steigen lassen wie der wachsende Wohlstand in vielen Regionen der Welt, der zu einem immer größeren Bedarf an Holzprodukten wie Möbeln, Häusern, aber auch Papier führt.

Da sich das Angebot allenfalls langsam und auch dann nicht beliebig steigern lässt, weil Bäume nur langsam und nicht überall wachsen,  sind Waldbesitzer in einer guten Position. Unternehmen, die in der Kultivierung von Waldbeständen, bei Anbau und Ernte von Nutz und Edelhölzern aktiv sind, werden von der wachsenden Nachfrage nach dem nachwachsenden Rohstoff daher besonders profitieren. Aber auch Firmen, die Holz zu Baustoffen, Möbeln, Papier oder schlicht zu Brennholz verarbeiten, haben gute Wachstumsaussichten.