Hans-Jörg Naumer

Hans-Jörg Naumer

Naumer unplugged: Geldsegen

//
Das heißt: Wenn er mehr Rendite will, muss er zwangsläufig höhere Risiken in Kauf nehmen. Aber warum schaut er sich nicht mal Aktien mit hohen Dividendenrenditen an? Die durchschnittliche Dividendenrendite für europäische Aktien liegt bei gut 3 Prozent und damit Kopf an Kopf mit der Rendite von Staatsanleihen. Dazu besteht die Chance auf Kursgewinne: Zwischen 1970 und 2009 ließen sich – gemessen am MSCI Europa – pro Jahr 10,1 Prozent erzielen. Der Anteil der Dividenden hieran beträgt rund 40 Prozent!

„Du meinst, die Kurse können ruhig schwanken, Hauptsache, es klingelt in der Kasse?“, meldet sich Norbert. Ganz so einfach ist es nicht. Die Unternehmen versuchen zwar, ihre Gewinnausschüttungen zu verstetigen oder steigen zu lassen, aber Dividendenkürzungen nach schlechten Jahren sind nicht auszuschließen.

DER FONDS

DER FONDS aktuelle Ausgabe
Aktuelle Ausgabe

Interview: AGI-Manager über die weiteren Aussichten der Börse Bangkok

Crashtest: Die besten Fonds für globale Value-Aktien

>> kostenlos abonnieren

>> aktuelle Ausgabe (PDF)

So dürften die ab März anstehenden Ausschüttungen für die Gewinne des Jahres 2009 vermutlich niedriger sein, was die Finanzmärkte allerdings bereits vorwegnehmen. Erholt sich die Konjunktur, dann ist mit einem Geldsegen zu rechnen, und Norbert kann sich freuen, wenn es in seiner Kasse klingelt. Ein guter Inflationsschutz sind Dividendenpapiere übrigens auch.  

Hans-Jörg Naumer Chefanalyst bei Allianz Global Investors (AGI).

Mehr zum Thema
Naumer unplugged: Geld allein macht nicht glücklich