Hans-Jörg Naumer ist Leiter Kapitalmarktanalyse von Allianz Global Investors (AGI)

Hans-Jörg Naumer ist Leiter Kapitalmarktanalyse von Allianz Global Investors (AGI)

Naumer unplugged

Tiefenentspannung für Mischfonds-Anleger

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Die wieder steiler gewordene Zinsstrukturkurve in den USA ist ein guter Indikator dafür, dass das zum Ende kommen sollte. Gut nur, dass die Geldpolitik – trotz des sich abzeichnenden Kurswechsels in den USA – akkommodierend bleibt, was die Volatilität im Rahmen halten sollte.

Hinter dem zu erwartenden Volatilitätsanstieg an den Aktienmärkten stehen unverändert drei Treiber: Die Geldpolitik, namentlich der Fed. Diese ist in ihrem Duktus hawkisher geworden.

Wobei sich der leicht falkenhaftere Unterton mehr aus den Punktprognosen der FOMC-Mitglieder herleiten lässt als aus den Ausführungen von Janet Yellen. Die Kunst ist jetzt, den Zinsschwenk vorsichtig weiter kommunikativ einzusteuern.

Die Vergangenheit zeigt, dass vor allem schlecht antizipierte Zinsänderungen an den Märkten großen Schaden verursachen können – anders als gut antizipierbare. Die Geopolitik. Die Ukraine ist da sicher nur ein Beispiel.

Die Konjunkturdaten. Mit Blick auf Europa lösen sich die Märkte nur zögerlich aus ihrer Deflationsangst, während sie mit Blick auf die Fed in den „Good news are bad news“-Modus umgeschaltet haben: Positive Konjunkturdaten werden in die schlechte Nachricht einer möglicherweise früher als erwarteten Zinsanhebung umgemünzt. Tiefenentspannt kann bleiben, wer auf Mischfonds setzt. Diese sind nicht umsonst bei uns der Renner.

Zur Person: Hans-Jörg Naumer ist Leiter Kapitalmarktanalyse bei Allianz Global Investors (AGI).

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