Negativzins Wann schafft der Staat das Bargeld ab?

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Zwangskonsum oder Geldverlust  – das Ende der Freiheit!

Offenbar rechtfertigen das Wirtschaftswachstum und das „Ankurbeln der Konjunktur“ in den Augen dieser Politikberater – Ökonomen mag man sie ja kaum noch nennen – selbst massivste Eingriffe in die Freiheit der Menschen. Denn im Kern geht es genau darum: Diese Sorte von Wissenschaftlern will den Rest der Menschheit dazu zwingen, entweder jetzt zu konsumieren oder Stück für Stück den Gegenwert ihrer bisherigen Lebensleistung zu verlieren.

Falls Sie darauf keine Lust haben sollten, zieht Ihnen Rogoff mit ein paar Totschlag-Argumenten aus dem Werkzeugkasten des Gutmenschen noch eins über: Bargeld, so seine bahnbrechende Erkenntnis, wird auch gern von der organisierten Kriminalität und zur Steuerflucht benutzt. Diese Banalität ist zwar richtig, aber kein logisches Argument gegen Geldscheine an und für sich. Oder glaubt der Mann ernsthaft, Drogenmafia und Co. würden keine Wege finden, um im bargeldlosen Zeitalter Geschäfte zu machen?!

Börsenboom und politische Spannungen

Auch die oft diskutierte Kluft zwischen Arm und Reich dürfte sich weiter öffnen, wenn das Bargeld eines Tages abgeschafft würde. Denn wer nicht das nötige Geld hat, um in Aktien, Anleihen, Immobilien oder Gold zu investieren, muss sich über sein Kontoguthaben zwangsweise schröpfen lassen oder das Geld ausgeben. Es ist daher klar, dass etwas wohlhabendere Zeitgenossen im Fall der Bargeldabschaffung Unsummen in die oben genannten Anlageklassen umschichten werden. Das würde die Vermögenspreise noch weiter nach oben treiben. Große Teile der Bevölkerung werden davon nicht profitieren, sondern stärker unter Altersarmut leiden als bisher. Zudem könnte die wachsende Kluft zwischen den „Haves“ und den „Have nots“ zu politischen Spannungen führen.

Ob die Technokraten-Ökonomen sich über so etwas Gedanken machen? Ich bezweifle es. Seien Sie wachsam!

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