Nerven wie Drahtseile

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Wenn man den Prognosen glauben will, dann schwächt sich das weltweite Wirtschaftswachstum langsam, aber sicher ab. In der Folge geht die Produktion zurück und damit auch der Rohstoffbedarf. Deshalb gelten Metalle als wichtiger Indikator für die Lage der Wirtschaft. Die weltweiten Lager von Blei und Zink haben sich schon seit Jahresbeginn deutlich gefüllt. Das ist ein sicherer Indikator für sinkenden Bedarf. Folglich fielen die Preise. Auch Kupfer hat sich deutlich von dem im April markierten Rekordstand verabschiedet. Als Grund hierfür werden immer wieder die rückläufigen Kupferimporte Chinas angeführt, aber auch die Anlegerkarawane ist weitergezogen und hat Geld abgezogen. Der chinesische Rohstoffhunger wird der maßgeblichere Preismotor bleiben. Die Wachstumsraten dürften nur unwesentlich unter 10 Prozent fallen. Und am Ende bleibt Seltenes auch teuer. Die höchst unübersichtliche Nachrichtenlage zeigt: Wer in Metalle investieren will, sollte sich sehr gut auskennen. Und wer sich blind auf wie selbstverständlich steigende Preise einrichtet, kann ordentlich danebengreifen.