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Immobilienmarkt Deutschland Neubauimmobilien: Nachfrage und Kaufpreise im Aufwärtstrend

Wohnneubaugebiet
Wohnneubaugebiet: Die Nachfrage nach Immobilien steigt laut einer Immoscout24-Analyse. | Foto: Imago Images / Funke Foto Services

Im vergangenen Jahr haben sich die Preise für Wohnimmobilien stabilisiert und die Preiskurve ist abgeflacht. Dieser Seitwärtstrend setzte sich im vierten Quartal 2023 für den Bestandswohnungsmarkt fort. Für Neubaueigentumswohnungen hingegen verzeichnet das aktuelle Immoscout24-Wohnbarometer im gleichen Zeitraum eine Preissteigerung. Die Auswertung des Immobilienportals fasst die Preisentwicklung für verschiedene Immobilientypen in Zahlen.

Das Portal Immoscout24 hat die Nachfrage nach sowie die realen Angebotspreise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser in Bestand und Neubau in den acht größten deutschen Metropolen verglichen. Allgemein ist dabei im Vergleich zum Vorjahr ein Aufwärtstrend zu erkennen. Geschäftsführerin Gesa Crockford geht davon aus, dass sich der aktuelle Angebotsüberhang im Markt bei der nun steigenden Nachfrage bis zur zweiten Jahreshälfte abgebaut haben wird. 

Nachfrage nach Eigentumswohnungen  

Die Nachfrage nach Bestandseigentumswohnungen in allen acht Metropolen hat laut der erhobenen Daten im vierten Quartal deutlich zugenommen und liegt somit teilweise über dem Niveau von Ende 2019. Die Nachfrage nach Neubauwohnungen ist weniger deutlich gestiegen, da sie in Düsseldorf und Leipzig sogar rückläufig war. In sechs der acht Metropolen hat auch die Nachfrage nach Einfamilienhäusern zugenommen. Besonders deutlich sticht München heraus, wo Bestandsfamilienhäuser im vierten Quartal 2023 etwa 56 Prozent gefragter waren als im vierten Quartal 2019.

 

Deutschlandweit gehen die Preise für Neubauwohnungen und Einfamilienhäuser (Neubau und Bestand) nach oben. Lediglich bei Bestandswohnungen verzeichnet Immoscout24 im Vergleich zum Vorquartal noch ein geringes Minus von 0,2 Prozent. Im Durchschnitt liegt der Quadratmeterpreis von Bestandswohnungen bei 2.476 Euro. Bei Neubauwohnungen sind es 4.114 Euro. Verglichen mit dem vierten Quartal 2022 entspricht das einem Anstieg von 2,4 Prozent. Als Neubau werden alle Immobilien mit einem maximalen Baualter von zwei Jahren gezählt.

Neubaukaufpreise übertreffen Vorjahreswerte

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Die Preise für Neubauwohnungen waren Ende 2023 in fast allen acht Metropolen höher als die Vorjahreswerte. In Berlin und Frankfurt am Main sind sie konstant geblieben. Mit Abstand am teuersten über alle Immobilientypen hinweg ist München. Dort kostet eine Neubaueigentumswohnung pro Quadratmeter im Schnitt 10.648 Euro. Dahinter folgt Stuttgart mit 6.907 Euro. Für beide Städte entspricht das einer Steigerung von 1,5 beziehungsweise 1,7 Prozent im Vorjahresvergleich. Mit einem höheren Plus von 3,9 Prozent ergibt sich für Hamburg ein Quadratmeterpreis von 6.589 Euro und damit der dritte Platz.

Preise für Bestandswohnungen gesunken 

Den deutlichsten Preiszuwachs von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gab es in Leipzig. Mit 5.039 Euro überschreitet die Metropole erstmals die 5.000-Euro-Marke. Die sächsische Stadt ist auch die günstigste der acht Metropolen nicht nur in Bezug auf Neubau-, sondern auch auf Bestandsimmobilien.

Während die Preise für Neubauwohnungen 2023 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind, sind sie bei Bestandswohnungen größtenteils gesunken. Eine Ausnahme bildet Hamburg mit einer Preiszunahme von 0,5 Prozent. Die Angebotspreise für Bestandswohnungen der anderen sieben Städte verzeichnen im Jahresvergleich Abschläge von 0,9 bis 9,0 Prozent, wobei die geringste Abnahme in Leipzig und die höchste in Frankfurt am Main zu Buche steht.

Wie sich die Preise für die verschiedenen Immobilientypen in den acht Metropolen entwickelt haben, präsentieren wir auf den folgenden Seiten. 

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