Neue ETFs achten das Gesetz des Islam

Mit ihrer neuen Welle an börsennotierten Indexfonds (kurz: ETF für Exchange Traded Funds) setzt die Deutsche-Bank-Tochter DB X-Trackers ganz auf Indizes, die die Richtlinien der Sharia anwenden, dem Gesetz des Islam. Demnach sind Unternehmen ausgeschlossen, die mit Glückspiel, Alkohol, Pornografie, Zigaretten, Waffen oder Schweinefleisch ihr Geld verdienen.

Der S&P Europe 350 Shariah Index ETF (WKN: DBX1A3) enthält die Sharia-konformen Aktien aus dem Europa-Index S&P Europe 350. Gleiches gilt für den US-Fonds S&P 500 Shariah ETF (WKN: DBX1A5) und den Japan-Fonds S&P Japan 500 Shariah ETF (WKN: DBX1A4). Der DJ Islamic Titans 100 ETF (WKN: DBX1A6) vereint die größten Sharia-verträglichen Unternehmen – 50 aus den USA und je 25 aus Europa sowie der Asien-Pazifik-Region.

Etwas anders funktioniert der ebenfalls neue FTSE 100 Short ETF (WKN: DBX1AV). Er spiegelt die Entwicklung des britischen Aktienindex FTSE 100. Dabei bezieht er sich stets auf die Tagesentwicklung im Vergleich zum Vortag. Fällt der FTSE 100, steigt der ETF und umgekehrt.

Die Fonds werden ab sofort am Frankfurter Börsensegment XTF gehandelt. Ein Ausgabeaufschlag fällt, wie bei ETFs üblich, nicht an. Die Verwaltungsvergütung liegt einheitlich bei 0,5 Prozent im Jahr.

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