Iris Bülow (Redakteurin)Lesedauer: 1 Minute

Neue Finanz-Norm in Vorbereitung Aus DIN SPEC 77223 wird echte DIN-Norm

Gebäude des DIN in Berlin.
Gebäude des DIN in Berlin. | Foto: DIN

Beim Deutschen Institut für Normung (DIN) ist ein neues Normprojekt mit Finanzbezug in Arbeit: Die DIN SPEC 77223 „Vermögens- und Risikoanalyse von Privatanlegern“ soll vom Normvorläufer zu einer vollgültigen Norm werden. Die DIN SPEC 77223 wurde 2016 veröffentlicht.

Dass aus ihr eine „echte“ DIN-Norm werden soll, begründet Klaus Möller, Vorstand des Zertifizierungsanbieters Defino Institut für Finanznorm, folgendermaßen: Man wolle klären und präzisieren, was die Richtlinie Mifid II und die Finanzanlagenvermittlungsverordnung  (FinVermV) an Lücken für Berater offengelassen haben. Möller, gleichzeitig Obmann des zuständigen Arbeits-Ausschusses beim DIN, nennt hier ganz konkret zum Beispiel die „Risiko-Profilierung und die Beschreibung von Risikoklassen“.

In dem Arbeitsauschuss wirken Vertreter von Banken und Versicherungen, aus Vertrieben, Verbänden und Initiativen sowie Verbraucherschutz und Wissenschaft mit. An einer Mitarbeit Interessierte können sich noch bis zum 20. Mai beim DIN melden ([email protected]). Die fachliche Arbeit an der „Vermögens- und Risikoanalyse für Privatanleger“ soll am 20. und 21. Mai 2019 beginnen.

Parallel zur Vorbereitung der DIN-Norm hat der Arbeitsausschuss die DIN SPEC 77223 zurückgezogen. „Wir wollen vermeiden, dass Berater womöglich mit Berufung auf die SPEC gegen Gesetze verstoßen“, so  Möller.

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