Quelle: Istock

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Neue Software ermöglicht telefonische Vertragsabschlüsse

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Dokumente ausdrucken, unterschreiben und per Post oder via Fax verschicken – das dürfte schon bald der Vergangenheit angehören. Denn die Forscher des Fraunhofer Instituts für Sichere Informationstechnologie haben eine neue digitale Signatur für Internettelefonie entwickelt, mit der Gespräche rechtssicher gespeichert werden können. Diese als VoIPS bezeichnete Software könnte zukünftig Vertragsabschlüsse am Telefon ermöglichen.

Wie das Online-Magazin Computerworld.ch berichtet, wurde die Software auf der Mobilfunk-Messe  „Mobile World Congress“ in Barcelona vorgestellt. Am Beispiel eines fiktiven Gesprächs zwischen einem Bankberater und seinem Kunden demonstrierten die Forscher, wie man am Telefon Kreditverträge abschließen kann. Drückte der Finanzberater während des Telefonats eine Aufnahmetaste an seinem Apparat, wurde der Kunde automatisch um die Zustimmung zur Aufzeichnung gebeten. Bestätigte er dies, begann die Software mit der Aufnahme.
„Das VoIPS-Programm separiert Telefongespräche in Intervalle und signiert die einzelnen Datenpakete mit Metadaten“, erklärt Computerworld.ch die Funktionsweise. Jedes Intervall erhält einen verschlüsselten Stempel, so dass die Päckchen in der richtigen Reihenfolge gespeichert werden. So verbindet VoIPS die Daten zu einer unteilbaren Kette, was das nachträgliche Ändern der Aufnahme unmöglich macht.

Nach Angaben der Fraunhofer-Experten eignet sich die Software für Banken, Behörden, Unternehmen und Versicherungen, die alle Geschäftsprozesse fälschungssicher aufbewahren möchten oder müssen. Die Implementierung soll einfach gelingen: VoIPS basiert auf den üblichen Internettelefonie-Standards. Deshalb soll sich die Software auf jeder IP-Telefonanlage installieren lassen.

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