Neue Unternehmensstrategie für Versicherer Die Bayerische orientiert sich an Amazon

Herbert Schneidemann: Der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen stellt klar: „Wir wollen natürlich nicht den amerikanischen Handelsriesen imitieren, sondern uns von dessen Ideen inspirieren lassen.“ | © Bayerische Beamten Lebensversicherung a.G.

Herbert Schneidemann: Der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen stellt klar: „Wir wollen natürlich nicht den amerikanischen Handelsriesen imitieren, sondern uns von dessen Ideen inspirieren lassen.“ Foto: Bayerische Beamten Lebensversicherung a.G.

Voller Fokus auf die Bedürfnisse der Kunden, lautet das neue Unternehmensziel der Versicherungsgruppe die Bayerische. „Das ist unser Maßstab“, erklärt Herbert Schneidemann, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen. „Unser Denken dreht sich vollständig um unsere Versicherten und unsere Vertriebspartner. Danach richten wir unsere internen Prozesse neu aus.“ Diese Strategie hat der Versicherer in 15 Leitsätzen zusammengefasst, die den Mitarbeitern Orientierung geben sollen.

Um die neue Strategie umzusetzen, hat das Unternehmen bereits mehrere Veränderungen auf den Weg gebracht. So wurden die Ressorts der Versicherungsgruppe neu kombiniert und die Bereiche Unternehmensorganisation, IT, Vertrieb und Marketing in einem Ressort gebündelt. Eine weitere Maßnahme war die Gründung neuer Unternehmenseinheiten. Dazu zählt zum einen die Bayerische Digital Holding, die alle IT-Aktivitäten der Gruppe bündelt und offen für Partnerschaften ist.

Zum anderen wurde die Bayerische Prokunde gegründet, um die vertrieblichen Aktivitäten der Gruppe zu steuern. Diese Tochtergesellschaft soll ebenfalls Kooperationen mit Externen eingehen können. Bereits heute würden „in einem erheblichen Umfang Produkte Dritter“ vertrieben. Das Unternehmen nennt hierbei Beteiligungen wie Nettowelt oder Compexx Finanz. Für den Transformationsprozess wurden Investitionsmittel in Höhe von mehr als 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.