Neuer „Höhle der Löwen“-Juror

Carsten Maschmeyer setzt auf Fintechs - und Bauchgefühl

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Letzte Woche gab Unternehmer und Milliardär Carsten Maschmeyer seinen Einzug in die Jury der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ bekannt. Sony und Vox wollten „einen weiteren Löwen, der tatsächlich brüllen kann- und über das notwendige Kapital verfügt,“ so kommentierte Maschmeyer die Entscheidung der Sender. Doch was bewog den umstrittenen AWD-Gründer, bei der Show mitzumachen? Das erklärt er in einem Interview mit Business Insider. DAS INVESTMENT.com fasst zusammen.

20 Startups in der Woche

Das Konzept der Sendung gefalle ihm, sagt Maschmeyer. „Ich sichte und bewerte gemeinsam mit meinem Team schon jetzt rund 20 Startups in der Woche“. Außerdem stehe er gerne vor Kameras, gibt der Ehemann einer der meistfotografierten deutschen Schauspielerin Veronica Ferres zu.

Das Format der Show sehe er als Ideenpool und eine“ Dealflow-Source“, so Maschmeyer weiter. Dabei sei er bereit aufs Ganze zu gehen. „Mein Ziel ist nicht aus fünf Millionen acht zu machen“, sagt er. „Sondern: Entweder ist das Geld halt weg oder — besser — es hat sich irgendwann verzwanzigfacht“. Schließlich gehe es ihm „um unternehmerisches Investment und nicht um Rentenpapiere.“

Technologie, Internet, Gesundheit - und vor allem Fintech

Und welche Startups haben Potenzial, das Anfangskapital verzwanzigfachen? Laut Maschmeyer diejenigen, die Produkte, Erfindungen oder Dienstleistungen auf den Markt bringen, für die Menschen Schlange stehen würden. Solche Angebote findet man laut Maschmeyer schwerpunktmäßig in Branchen wie Technologie, Internet, Gesundheit - und vermehrt im Fintech-Bereich. Schließlich seien das „die spannendsten Zukunftsbranchen mit hohen Wachstumschancen.“

Neben dem Produkt und der Branche ist für Maschmeyer auch die Persönlichkeit der Gründer entscheidend. Nur wer den Juror mit seinem Auftritt auf Anhieb überzeugen kann, bekommt sein Geld. „In der TV-Show setze ich auf mein gutes Bauchgefühl.“

Seine persönliche Lebensgeschichte werde hingegen bei den Entscheidungen keine Rolle spielen. Der Unternehmer, der als Halbwaise in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen ist, will nach eigener Aussage keine „Trostpreise oder Mitleidsinvestitionen“ vergeben. 

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