Next-11-Spezialitäten über Indexzertifikate

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Was die Bric-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China in den vergangenen Jahren an wirtschaftlicher Entwicklung vollzogen haben, soll der Ländergruppe Next-11 erst noch bevorstehen. Diese Meinung vertreten nicht nur die Analysten von Goldman Sachs, den Schöpfern und Namensgebern dieser Ansammlung von Boom-Ländern. Nachdem die Goldmänner bereits letztes Jahr ein Zertifikat auflegten, das über eine Reihe von Unternehmen aus den bis dato acht investierbaren Next-11-Ländern streut (WKN: GS1N11), lassen sich mit den drei neuen Papieren ab sofort auch gezielte Branchenwetten eingehen.

Als besonders aussichtsreich wurden die Sektoren Finanzen, Infrastruktur und Energie ausgemacht. Der vom N-11-Core-8 Financial Zertifikat (WKN: GS7N11) abgebildete Index enthält anfänglich 30 Werte aus den sieben Ländern Ägypten, Indonesien, Mexiko, Pakistan, den Philippinen, der Türkei und Südkorea. Am stärksten gewichtet sind die türkische Bank Turkiye Garantie Bankasi (9,1 Prozent), die südkoreanische Kookmin Bank (8,3 Prozent) und die mexikanische Grupo Financiero Banorte (8,1 Prozent).

Mit dem Infrastrukturpapier (WKN: GS9N11) setzt man auf 20 Unternehmen aus den Bereichen Transport sowie Ver- und Entsorgung. Die Länderallkokation gleicht der des Finanzindex, mit dem Unterschied, dass statt Pakistan Vietnam vertreten ist. Die größten Anteile haben der ägyptische Zementhersteller und Baufirma Orascom Construction (16,4 Prozent), der führende Baukonzerne Mexikos Empresas ICA (13,8 Prozent) und der indonesische Gasversorger Perusahaan Gas Negra (10,6 Prozent).

Im Next-11 Energy Index (WKN: GS2N11) sind insgesamt 10 Werte aus den Ländern Indonesien, Pakistan, Südkorea und der Türkei vertreten. Schwergewichte sind der türkische Raffineriekonzern Tüpras (23,8 Prozent), der südkoreanische Energiemulti SK Energy (20,8 Prozent) und der indonesische Kohleförderer Bumi Resources (16,3 Prozent).

Während die Einzeltitelgewichtung beim Finanzindex auf 10 Prozent begrenzt ist, beträgt das Maximalgewicht pro Aktien im Infrastrukturindex 15 Prozent und im Energieindex 20 Prozent. Anpassungen sind im Vierteljahrestakt vorgesehen. Die Verwaltungsgebühren belaufen sich bei allen drei Zertifikaten auf 1,3 Prozent. Wechselkursschwankungen werden nicht abgesichert.