Debeka-Hauptverwaltung Foto: Debeka

Debeka kommentiert Beitragserhöhung

„Nicht höher als in der GKV“

Die Debeka Krankenversicherung erhöht die Beiträge für ihre privat Krankenvollversicherten zum 1. Januar 2021 um durchschnittlich 17,6 Prozent. Um diese Beitragserhöhung vor Kunden und Verbraucherschützern zu rechtfertigen, verweist der Krankenversicherer auf die Ergebnisse einer Studie des Instituts für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES). Debeka hat die Studie selbst in Auftrag gegeben, um die Beitragsentwicklung untersuchen zu lassen.

Das Ergebnis: Die Beiträge des Versicherers seien von 2000 bis 2019 im Durchschnitt um 2,8 Prozent pro Jahr gestiegen. Das sei weniger als in der GKV, die im gleichen Zeitraum laut Studie einen Anstieg um 2,9 Prozent verzeichnete.

Auch die absoluten Beiträge – inklusive der Beitragsanpassung 2021 – liegen laut Studie deutlich unter denen der GKV. „Unter den langjährig Beihilfeversicherten liegt der durchschnittliche Monatsbeitrag für Männer bei 234 Euro und für Frauen bei 239 Euro. Bei den Arbeitnehmern und Selbstständigen beträgt der durchschnittliche Monatsbeitrag jeweils 563 Euro für Männer und Frauen. In der GKV würden Arbeitnehmer häufig den Höchstbeitrag zahlen, der 2021 voraussichtlich bei 769 Euro liegt“, schreibt Debeka.

Ältere zahlen nicht mehr als Jüngere

Auch dass die älteren Versicherten im Schnitt höhere Beiträge zahlen als die jüngeren ist laut Debeka ein Mythos. „Im Alter liegen die Krankenversicherungsbeiträge ab der Beitragsanpassung 2021 bei den langjährig Beihilfeversicherten durchschnittlich bei 220 Euro und bei Arbeitnehmern sowie Selbstständigen bei 536 Euro. Die Studienautoren beobachten sogar ein leichtes Absinken der Prämien im Altersbereich zwischen 60 und 70 Jahren und allenfalls moderate Zunahmen danach.“ Dies gelte sowohl für Beihilfeversicherte als auch für Arbeitnehmer und Selbstständige. „Hier zeigt sich, dass Mechanismen zur Beitragsdämpfung im Alter wirken“, so der Versicherer.




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