Norwegen Norwegens Staatsfonds hat erstmals in drei Jahren Geld verloren

Der Fonds mit einem Anlagevolumen von 870 Milliarden Dollar (787 Milliarden Euro) büßte insgesamt 0,9 Prozent ein. Die Aktieninvestments sanken um 0,2 Prozent und die Anleihepositionen verloren 2,2 Prozent, während die Immobilieninvestments 2,0 Prozent gewannen.

„Der Ertrag der festverzinslichen Anlagen ist durch den Anstieg der Rendite in seinen wichtigsten Anlagemärkten beeinträchtigt worden“, erklärte Yngve Slyngstad, CEO des Fonds, in einer Mitteilung am Mittwoch aus Oslo. „Auf der Aktienseite haben US-Aktien das Ergebnis nach unten gezogen.“

Die Zentralbank hatte zuvor darauf hingewiesen, dass der aus den norwegischen Öleinnahmen gespeiste Fonds angesichts des Einbruchs der Ölpreise wahrscheinlich seinen Zenit erreicht habe. Slyngstad hatte gewarnt, dass niedrigere Erträge zu erwarten seien, da die Zentralbanken der Industrieländer mit ihren geldpolitischen Anreizen die Renditen an den Anleihemärkten auf Rekordtiefs gedrückt haben.

Der Fonds hielt per Ende Juni 62,8 Prozent seines Anlagevolumens in Aktien, gegenüber 62,5 Prozent Ende März. Die Anleihebestände gingen von 35,3 Prozent auf 34,5 Prozent zurück. Auf die Immobilieninvestments entfielen 2,7 Prozent. Die Regierung hat die Allokation auf rund 60 Prozent Aktien, 35 Prozent Anleihen und fünf Prozent Immobilien festgelegt.

Die größten Aktienpositionen des Fonds waren Nestlé  und Apple gefolgt von Novartis. Die größten Anleihepositionen waren US-Staatspapiere, deutsche Bundesanleihen und japanische Staatsanleihen.

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