Nouriel Roubini und der italienische Tsunami
Roubini hält Neuwahlen in den kommenden sechs Monaten für das wahrscheinlichste Szenario in Italien. Solange werde es der Wirtschaft noch schlechter gehen als jetzt, weniger Investitionen, weniger neue Jobs, weniger Konsum. Eine lähmende Unsicherheit. „Es ist sehr gut möglich, dass die neue politische Kraft in Italien sich gegen Sparmaßnahmen entscheiden und auf Konfrontationskurs mit Deutschland und der Europäischen Zentralbank gehen wird“, so Roubini.
Damit beschwört er eine Gefahr herauf, die nach einigen Erfolgsmeldungen aus Spanien und Portugal schon vergessen schien. Nämlich dass das Volk gegen von der Eurozone verordnete Einschnitte aufbegehrt und eine Kontra-Regierung wählt. Die wiederum könnte im Extremfall sogar aus der Eurozone austreten oder den eigenen Staatsbankrott erklären – oder beides zugleich. Vor allem für die vielen Banken mit Staatsanleihen im Bestand wäre das eine Katastrophe.
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