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Nürnberger startet neuen Hausarzttarif

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Dazu gehört, dass der Kunde bei Beschwerden erst einmal zu seinem Hausarzt geht. „Wir setzen auf die Lotsenfunktion des Hausarztes“, sagt Alexander Brams, Vorstandsmitglied der Nürnberger Krankenversicherung. Werde er nämlich zuerst konsultiert, „werden oft unnötige Mehrfachuntersuchungen und zusätzliche Behandlungskosten vermieden. Dies sichert langfristig stabile Beiträge“, so Brams. Erst zum Hausarzt, dann zum Facharzt
Im ambulanten Bereich übernimmt die Nürnberger 100 Prozent der Behandlungskosten bis zu den Höchstsätzen der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), wenn der Versicherte erst den Gang zum Hausarzt wählt. Die GOÄ gibt an, wie viel eine Behandlung kostet. Basis ist der Einfachsatz, danach kostet etwa das Nähen einer großen Wunde 13,99 Euro. Ohne besondere Begründung können Ärzte den Basissatz um das 2,3-Fache (Regelhöchstsatz) oder das 3,5-Fache (Höchstsatz) aufstocken. Überweist der Hausarzt den Patienten weiter zum Facharzt, springt die Nürnberger auch voll ein. Der Kunde kann auch direkt zum Facharzt gehen, dann wird seine Arztrechnung aber nur zu 75 Prozent übernommen. Die gleiche Staffelung gilt bei Naturheilverfahren. Heilpraktikerleistungen bis 1.000 Euro jährlich übernimmt der Versicherer zu drei Vierteln. Günstige Medikamentenkopien werden voll erstattet
Bei den Medikamenten und Verbandszeug geht die Nürnberger in die Vollen: Wenn es sich um verschreibungspflichtige preisgünstige Generika handelt, dann bekommt der Hausarzttarif-Versicherte 100 Prozent der Kosten zurück. Für Originalmedikamente zahlt der Versicherer 75 Prozent, es sei denn, es gibt für bestimmte Diagnosen kein Generikum, dann wird der komplette Betrag erstattet. Muss der Versicherte ins Krankenhaus, kann er Wahlleistungen für eine Chefarztbetreuung und die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer mitversichern. Bei stationärer Psychotherapie sieht der Tarif 100 Prozent Leistung für 42 Behandlungstage im Jahr vor. Auf den Zahn gefühlt
Geht es an die Beißer, erstattet die Nürnberger Zahnbehandlungen und -prophylaxe komplett. Zahnersatz beziehungsweise Inlays werden bei regelmäßiger Vorsorge zu 80 Prozent übernommen. Für Kieferorthopädie leistet der Anbieter 80 Prozent bis zum 21. Lebensjahr, bei Unfällen gibt es keine Altersbeschränkung. Bleibt der Kunde leistungsfrei, bekommt er bis zu drei Monatsbeiträge zurückgezahlt. Der Hausarzttarif sieht einen Selbstbehalt von 600 Euro pro Jahr vor. Ein 30-jähriger Mann zahlt für den Tarif 169,65 Euro im Monat. Eine dreiköpfige Familie kann sich ab 466,05 Euro absichern. Zum Ende des dritten Versicherungsjahrs haben Versicherte die Möglichkeit, ohne neue Gesundheitsprüfung und Wartezeiten in einen Tarif mit größerem Leistungsspektrum zu wechseln.

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