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Morgen & Morgen Nur 3 BU-Versicherer beraten beim Leistungsantrag

Erschöpfte Frau
Erschöpfte Frau: Viele BU-Versicherte sind mit dem Leistungsantrag überfordert, vermuten Analysten von Morgen & Morgen. | Foto: Pexels

„Übernimmt der Versicherer Kosten für eine unabhängige Leistungsberatung?“ Dieser Frage ging das Analysehaus Morgen & Morgen (M&M) in seiner jüngsten Studie zur Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Versicherung) nach. Das Ergebnis sieht ernüchternd aus.

 

 

Bislang bieten laut M&M-Forschern nur drei Versicherer überhaupt die Kostenübernahme der unabhängigen Leistungsberatung in irgendeiner Form an. So haben die Dialog, die Hannoversche und die LV1871 eine entsprechende Klausel in einem oder mehreren BU-Tarifen. Allerdings bekommt keine der drei Gesellschaften dafür die volle Punktzahl von M&M. Schließlich würden die Gesellschaften erst nach einer ersten Ablehnung das Angebot zur Leistungsberatung machen, erklären die Forscher. Die volle Punktzahl aber würde erst der Versicherer erhalten, der bereits bei der Antragsstellung auf Leistung die Kosten einer unabhängigen Beratung übernimmt.

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Hintergrund: Bei ihren jährlichen Auswertungen stellten die M&M-Forscher fest, dass knapp 40 Prozent der Anträge auf Berufsunfähigkeit abgelehnt werden, weil der oder die Versicherte sich nicht mehr meldet. „An eine spontane Gesundung glaubt das Analyseteam bei dieser hohen Prozentzahl nicht, wohl eher an eine teilweise Überforderung in der Leistungsbeantragung,“ schreiben die Analysten. Besonders häufig dürfte dies bei psychisch Erkrankten der Fall sein. Und psychische Krankheiten sind der Grund für mehr als 40 Prozent aller Berufsunfähigkeiten. Das stellte unter anderem eine Studie des Versicherers Debeka fest.

Würden Versicherer mindestens einen Teil der Kosten für eine unabhängige Beratung im Leistungsfall übernehmen, hätten sie auch selbst etwas davon, argumentieren die M&M-Forscher. „Der Prozess der Leistungsbeantragung wäre dann für beide Seiten effizienter“. Denn durch die professionelle Beratung könnten nicht berechtigte Anfragen bereits vorab durch eine objektive Stelle abgewandt werden. Die eingehenden Anträge auf BU-Leistung wären zudem professionell aufbereitet und würden alle notwendigen Informationen enthalten. Damit würden Rückfragen und Diskrepanzen abnehmen.

>> Welche Kriterien eine gute BU-Police erfüllen sollte, finden Sie hier.

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