Frau mit Atemschutzmaske im Zug: Viele Menschen wollen von ihrer Krankenkasse wissen, was passiert, wenn ihre Corona-Warn-App Alarm schlägt. | © Pexels Foto: Pexels

Nur 5 Prozent

Krankenkassen informieren kaum über Corona-Warn-App

Gut die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland stehen der von der Bundesregierung zur Verfügung gestellten Corona-Warn-App aufgeschlossen gegenüber. Das zeigt eine Studie des Forschungsinstituts Heute und Morgen, bei der rund 1.500 Handy-Nutzer befragt wurden.

Demnach gab jeder dritte Bundesbürger (34 Prozent) an, dass er die App bereits nutzt. 5 Prozent wollen sie in Zukunft „wahrscheinlich“, weitere 14 Prozent „vielleicht“ herunterladen. 41 Prozent kennen die App zwar, wollen sie aber nicht auf ihrem Handy haben. Weiteren 6 Prozent ist die App nicht bekannt.

Informationen von Krankenversicherern fehlen

Obwohl also viele Bürger die App zu kennen scheinen, kommen die Informationen darüber meist nicht von ihrem Krankenversicherer. Lediglich 5 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, dass ihr PKV- oder GKV-Anbieter ihnen die Informationen zur mobilen Warn-Anwendung unterbreitet haben. Dabei hätten sich 32 Prozent der Versicherten - davon 33 Prozent gesetzlich Versicherte und 26 Prozent der privat Krankenversicherten - Aufklärung von ihrem Anbieter gewünscht.

Am stärksten vermisst haben die Befragten Handlungsanweisungen der Krankenkasse bei Warnmeldungen (80 Prozent) und Informationen zur Funktionsweise (70 Prozent) der Warn-App. Auch Hinweise zum Datenschutz (53 Prozent) und zur Kostenübernahme für Folgen einer Warnung (51 Prozent) wären für viele Versicherte hilfreich. Vier Fünftel der Krankenversicherten (82 Prozent) erwarten zudem, dass die Krankenkasse die Kosten für einen Corona-Test übernimmt, sobald die App ein Risiko anzeigt - und zwar auch ohne ärztliche Anordnung.

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