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Flüchtlinge an der deutsch-österreichischen Grenze: Junge Asylbewerber werden Deutschlands Rentensystem retten, meint ein Ökonom und Demografie-Experte. Foto: Getty Images

Flüchtlinge an der deutsch-österreichischen Grenze: Junge Asylbewerber werden Deutschlands Rentensystem retten, meint ein Ökonom und Demografie-Experte. Foto: Getty Images

Ökonom und Demografie-Forscher

Flüchtlinge werden unser Rentensystem retten

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Die Ereignisse in der Kölner Silvesternacht seien schrecklich gewesen, meint Ökonom und Demografie-Forscher Axel Börsch-Supan. Sie hätten gezeigt, was bei der Integration alles schiefgehen kann. Doch einen Anlass für allgemeinen Pessimismus sieht der Demografie-Experte darin nicht.

"Das gleicht die gesamten Kosten für die Mütterrente und für die Rente mit 63 aus"

Denn wenn die Integration gelingt, zahlen die heutigen Asylbewerber später unsere Rente, erklärt Börsch-Supan in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.). Schließlich sei mehr als die Hälfte der Flüchtlinge jünger als 25 Jahre. „Das heißt, sie werden noch 40 Jahre lang Beiträge zahlen – also genau in dem Zeitraum, in dem die Babyboomer in den Ruhestand gehen und die Rentenkasse stark belasten“, sagt der Demografie-Forscher. Auch bei Krankenkassen und Pflegeversicherung nütze uns das.

Er habe das genau durchgerechnet, so Börsch-Supan weiter. „Wenn wir im vergangenen Jahr eine Million Flüchtlinge hatten und in diesem Jahr noch mal eine halbe Million kommt, wenn sie die Altersstruktur bisheriger Flüchtlinge haben und langfristig zwei Drittel eine Arbeit finden: Dann gleicht das die gesamten Kosten für die Mütterrente und für die Rente mit 63 wieder aus.“

Zur Person: Ökonom Axel Börsch-Supan, Gründer des das Mannheimer Forschungsinstituts Ökonomie und Demographischer Wandel, das 2011 zu einem Teil des Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik in München wurde. Seit Januar 2011 ist Börsch-Supan Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft. 

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