Angelika Zahrnt

Angelika Zahrnt, BUND

Ökoworld: Wechsel im Anlageausschuss

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Der Grund für den Wechsel: Krebs geht aus beruflichen Gründen nach Südafrika. Er ist Vertreter des Arbeitskreises „Wirtschaft und Finanzen” beim BUND. Die promovierte Volkswirtschaftlerin Zahrnt ist unter anderem Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung, im Strategiebeirat sozial-ökologische Forschung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und im Fernsehrat des ZDF. Sie wird vor allem für den Bereich nachhaltiger Konsum zuständig sein. Zahrnt: „Die Zahl der Verbraucher, die bei der Kaufentscheidung auch umwelt- und sozialpolitische Kriterien berücksichtigen, nimmt zu. Es rentiert sich, in Unternehmen zu investieren, die solche Produkte anbieten.“ Die Fondsgesellschaft Ökoworld ist die einzige in Europa, die ausschließlich nachhaltige Fonds verwaltet. Ihre Fondsmanager zählen zu den strengsten der Branche. Bei der Titelauswahl gelten Eintritts- und Ausschlusskriterien: Investiert wird beispielsweise in Unternehmen aus den Bereichen alternative Energien, umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, ökologisch erzeugte Nahrungsmittel oder Umweltsanierung. Ausgeschlossen sind unter anderem die Atomindustrie, die Sektoren Chlor-Chemie, Gentechnik und Militärtechnologie. Der Anlageausschuss, dem Vertreter aus Umwelt- und Sozialverbänden angehören, ist die erste Instanz bei der Titelauswahl. Er diskutiert, welche Unternehmen in Frage kommen und legt diese per Abstimmung fest. Im Schnitt stellt er 200 bis 300 Firmen für den Aufbau der Portfolios zur Verfügung, aus denen der jeweilige Fondsmanager die Titel nach finanziellen Kriterien auswählen darf. Der Ausschuss tagt viermal im Jahr; in der Zwischenzeit darf der Fondsmanager bei Umschichtungen nur aus der jeweils aktuellen Liste wählen.

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