Quelle: Pixelio/Franz Haindl

Quelle: Pixelio/Franz Haindl

Offene Immobilenfonds: Krisenschlussverkauf

//
149 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 7,5 Milliarden Euro haben die Manager offener Immobilienfonds im vergangenen Jahr getätigt. Dabei stehen 58 Objekte, die gekauft wurden, 91 verkauften Liegenschaften gegenüber. Im Vorjahr verhielt es sich genau umgekehrt: 2008 wurden 202 Immobilien ge- und nur 77 verkauft.

Dies geht aus der aktuellen Statistik des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) hervor. „Die Verkaufsaktivitäten sind Beleg dafür, dass der Markt für Gewerbeimmobilien wieder belebter geworden ist“, so der Verband. Zu dieser Markbelebung dürfte vor allem der Liquiditätsmangel, der zur Schließung mehrerer Fonds führte und deren Manager zum Verkauf von Portfoliobeständen zwang, beigetragen haben.

Allein in Deutschland wurden im Berichtszeitraum 64 Immobilien veräußert, im Ausland waren es 27 Objekte. Bei den Käufen standen mit 37 Immobilien Objekte im Ausland im Fokus, im Inland wurden 21 Immobilien erworben.

Im Schnitt hielten offene Immobilienfonds Ende vergangenen Jahres 28,5 Prozent ihrer Bestände in Deutschland. Im europäischen Ausland stehen Frankreich mit 19,3 Prozent, Großbritannien mit 9,8 Prozent und die Niederlande mit 6,7 Prozent ganz oben in der Gunst.

Weniger ertragreich erscheinen den Fondsmanagern osteuropäische Immobilien: Im Schnitt liegen lediglich 1,6 Prozent der Fondsbestände in Polen, 1,4 Prozent in Tschechien und 0,3 Prozent in Ungarn.

Mehr zum Thema
Immobilienfonds: Zeit der Entscheidung Auf zur Schnäppchenjagd: MPL bringt britischen Immobilienfonds auf den deutschen Markt Déjà vu: Axa Immoselect bleibt länger dicht