Offene Immobilienfonds von Commerz Real Herr Schüttauf, wie steigern Sie die Rendite Ihrer Offenen Immobilienfonds?

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Planen Sie für ein Mehr an Rendite Investments in Projektentwicklungen und Hotels bzw. sind Sie hier bereits aktiv? Wenn ja, welche Kriterien müssen erfüllt sein?

Projektentwicklungen gewinnen für uns definitiv an Bedeutung. Wir sind der Überzeugung, dass sich mit unserer breiten Aufstellung im Immobiliengeschäft und über Kooperationen mit renommierten Spezialunternehmen oder lokalen Partnern bereits in der Planungs- und Bauphase maßgebliche Beiträge zur Wertschöpfung erzielen lassen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Neue Direktion Köln, die wir gemeinsam mit Hochtief Projektentwicklung realisieren, oder das im Herbst 2014 erworbene Revitalisierungsobjekt in Miami, das in Zusammenarbeit mit unserem US-Partner RFR Holding von einem Ausstellungsgebäude in eine Einzelhandelsimmobilie umgewandelt wird. Den Retail-Anteil im Hausinvest-Portfolio wollen wir weiter ausbauen, sowohl durch Ankäufe als auch durch umfängliche Investitionen in den Bestand.

Darüber hinaus prüfen wir weitere Engagements im Hotelsegment. Der Fonds beinhaltet bereits mehrere Hotels in unterschiedlichen Kategorien. Erst im vergangenen Herbst haben wir zwei Hotels in München erworben. Neben der Lage ist uns vor allem ein international erfahrener Betreiber wichtig. Das Mindestinvestitionsvolumen pro Transaktion sollte zudem mindestens 30 bis 40 Millionen Euro betragen.

Welchen Einfluss hat die Suche nach höheren Renditen auf Ihre Asset Allocation auf Länderebene? In welchen Märkten außerhalb der EU wollen Sie Ihr Engagement ausweiten beziehungsweise haben Sie es bereits ausgeweitet?

Unsere Akquisitionen folgen einer Anlagestrategie, die für Regionen und Nutzungsarten definierte Allokationsspannen vorsieht – beispielsweise eine Beschränkung außereuropäischer Investitionen auf maximal 15 Prozent. Die Überseemärkte verbuchen aktuell einen Anteil von 7 Prozent. Zwar haben wir uns in der jüngeren Vergangenheit von einzelnen Objekten in Japan und Südkorea getrennt, der Asien-Pazifik-Raum bleibt für uns jedoch interessant. An einigen Märkten dieser Region führt aufgrund der hohen und vor allem nachhaltigen Wachstumsdynamik kein Weg vorbei. Zur Prüfung potenzieller Investitionsstandorte haben wir 2014 eine Tochtergesellschaft in Hongkong gegründet. Darüber hinaus bereiten wir gegenwärtig den Markteintritt in Australien vor. Mit dem Erwerb der Projektentwicklung in Miami ist Hausinvest zudem wieder in die USA zurückgekehrt. Von dort hatten wir uns mit dem Fonds 2007 rechtzeitig vor der Immobilienkrise verabschiedet. Jetzt sind an konjunkturell stabilen Standorten die Voraussetzungen für selektive Investments wieder gegeben.

>>Aktuelles Interview zu Renditen der Offenen Immobilienfonds der Deka

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