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Offener Brief der Vermittlervereinigung VSAV: Bafin soll die 3 Solvency-II-Sünder nennen

VSAV-Vorstand Ralf Werner Barth
VSAV-Vorstand Ralf Werner Barth

Das Gros der Versicherer steht gut da, drei schwächeln, so lautete die Bilanz, die die Finanzaufsicht Bafin zur Umsetzung von Solvency II durch deutsche Versicherungsunternehmen zog. Die Namen der drei Sünder, die den Test nicht bestanden haben, gab Bafin nicht bekannt. Zu Unrecht, meint Ralf Werner Barth, Vorstand der Vereinigung zum Schutz von Anlage- und Versicherungsvermittlern (VSAV). In einem offenen Brief fordert Barth die Finanzaufsicht auf, die drei Gesellschaften öffentlich zu benennen.

„Wir erwarten, dass in Zeiten zu Recht eingeforderter Transparenz in der Finanzberatung sich gerade die Bafin in solchen Angelegenheiten als  transparent erweist“, schreibt Barth. 

Bis wann müssen die drei Gesellschaften die Missstände beseitigt haben?

In seinem offenen Brief fragt der VSAV-Chef weiterhin, bis wann die drei Versicherungsgesellschaften die Missstände beseitigt haben müssten und wie die Bafin darüber informieren wird. Auch wenn es sich um eine „quantitative“ Berichterstattung der Bafin handele, so müssten doch auch so elementare qualitative Informationen wie Namen bei Verstößen gegen Solvency II bekannt gegeben werden, so Barth. 

Ob es eine entsprechende Änderung dieser Informationspolitik seitens der Bafin geben wird, fragt der VSAV in seinem Brief ebenfalls ab. Denn die Vertriebsbranche müsste bei der Produktauswahl Solvency-II-Risiken erkennen können, um daraus dann eine haftungssichere Beratung abzuleiten.

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