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Deutschland-Chef von Franklin Templeton Offenlegungsverordnung markiert Wende an den Finanzmärkten

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Wir von Franklin Templeton erfüllen die meisten dieser Vorgaben bereits seit vielen Jahren und setzen dabei den Schwerpunkt auf Transparenz und Authentizität. Wir sind überzeugt davon, dass sich die europäische Vertriebslandschaft mit der Zeit eindeutig hin zu nachhaltigkeitsorientieren Produkten verschieben wird, die dann den Standard bilden werden.

Wir wollen bei den ESG-Prinzipien eine Führungsrolle einnehmen und wir wollen dabei Integrität unter Beweis stellen. Wir möchten die neue Verordnung nicht einfach nur befolgen — wir verpflichten unsere Investment-Teams dazu, noch mehr zu tun, da wir von der Sache überzeugt sind und wir uns dem voll und ganz verschrieben haben.

Dies wird auch durch die Ergänzungen des delegierten Rechtsakts der Finanzmarktrichtlinie Mifid II verstärkt, die aktuell noch in der Entwurfsphase ist, in der aber steht, dass Kunden, die angeben, Nachhaltigkeit zu bevorzugen, Produkte im Zusammenhang mit nachhaltiger Anlage angeboten werden sollten, also Produkte nach Artikel 8 oder Artikel 9.

Was bedeutet das für Anleger?

Die Realwirtschaft verschiebt sich und Verbraucher halten nach nachhaltigeren Entscheidungsmöglichkeiten Ausschau. Nehmen wir beispielsweise den Energiesektor. Dort waren erneuerbare Energien früher nicht verfügbar. Heute ist grüne Energie eine Option, die von den Anbietern allgemein akzeptiert wird. Dabei handelt sich sich um Energie, die nachhaltig und umweltverträglich erzeugt wurde.

Eine Forschungsstudie von Franklin Templeton im Vereinigten Königreich zeigt, wie wichtig jüngeren Beitragszahlern zu Betriebsrenten verantwortungsbewusste Anlagen sind. Bis zu 78 Prozent sind der Auffassung, dass ihre aktuelle Altersvorsorge nicht im Einklang mit ihren Werten steht, oder wissen nicht, ob sie ihren Werten entspricht. Ganze 45 Prozent der Teilnehmer würden ihre Beiträge steigern wollen, wenn ihre Alterssicherung Werte für verantwortungsbewusste Anlagen einbeziehen würde.

Anleger wünschen sich, dass ihre Anbieter mehr Motivation aufbringen, wenn es darum geht, Anlegern zu berichten, wie sie ESG-Faktoren in ihre Geschäftsstrategien einbeziehen und neue Produkte erkennen, wodurch Nachhaltigkeit ganz oben auf die Liste ihrer Vorgaben gesetzt wird. Da nun der Öffentlichkeit mehr nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungen zugänglich gemacht werden – eine Veröffentlichung auf den Webseiten ist vorgesehen – sollten Anleger überprüfbare Vorgaben für Nachhaltigkeitsansprüche erhalten.

Franklin Templeton setzt seinen Schwerpunkt auf die Einhaltung des Primärrechts (Erststufenvorgaben). Das hat viel Arbeit und Zusammenarbeit hinter den Kulissen erforderlich gemacht. Diese Arbeit endet selbstverständlich nicht im März 2021. In Einklang mit dem klaren Bekenntnis von Franklin Tempelton zu ESG-Prinzipien und Nachhaltigkeit prüfen wir unsere Anlagelösungen weiter dahingehend, dass eine immer größere Anzahl unserer Produkte nachhaltigkeitsorientierter wird.

Die Verordnung stellt einen Umbruch dar und verändert das Spielfeld für die Finanzbranche von Grund auf, da für unsere Kunden mehr Transparenz und Authentizität möglich werden und Anleger nachhaltigere Anlageentscheidungen treffen können. Ja, es ist noch viel zu tun. Die Arbeit, die erforderlich ist, um sich vollumfänglich an den Zielen der EU auszurichten, wird mehrere Jahre dauern. Wir werden uns weiter in diese Richtung entwickeln, da wir überzeugt davon sind, dass unsere Kunden das verdienen.

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