Brook Dane (Gastautor)Lesedauer: 5 Minuten

Geld in Technologie anlegen Ohne Halbleiter keine Künstliche Intelligenz

Mitarbeiter in einem Dresdener Halbleiterwerk
Mitarbeiter in einem Dresdener Halbleiterwerk: Smarte Komponenten sind laut Goldman Sachs Asset Management eines der bestimmenden Anlage-Subthemen. | Foto: Imago Images / photothek

Wer an Technologie denkt, hat vor allem die Tech- und Internetgiganten aus den USA und vielleicht noch ihre Pendants aus China im Sinn. Technologie ist jedoch so viel mehr. Der technologische Fortschritt und die Digitalisierung unserer Wirtschaft bietet eine Fülle von Anlagemöglichkeiten. Das war schon vor dem Corona-Ausbruch so, und die Pandemie hat sich als Katalysator für Innovationen erwiesen, die auch über den reinen Tech-Sektor hinausragen.

Die Digitalisierung ist in alle Branchen vorgedrungen. Trends, die wir in drei bis fünf Jahren erwartet haben, spielten sich in nur zwölf Monaten ab. Und in vielen Bereichen glauben wir nicht, dass die Nachfrage nach der Pandemie abebbt. Im Gegenteil. Unternehmen werden weiter daran arbeiten, Arbeitsplätze an die neuen Bedingungen anzupassen und zu optimieren. Wie findet ein Unternehmen in einer zunehmend digitalen Welt neue Kunden, wie bleibt es relevant – diese Fragen verschwinden nicht. Das Umfeld in der Zukunft wird deutlich anders aussehen als die Vergangenheit und auch anders als das Heute.

Fintechs: Digitales Bezahlen auf dem Vormarsch

Daher macht eine Anlagestrategie Sinn, die sich darauf konzentriert, die führenden Unternehmen von morgen im breiten Technologie-Universum zu entdecken, um Anleger an aktuellen und künftigen Trends teilhaben zu lassen. Bei der Aktienauswahl sollte das Wachstumspotenzial der jeweiligen Unternehmen ein entscheidendes Kriterium sein, aber nicht das einzige. Auch weitere Fundamentaldaten und insbesondere die Bewertung müssen stimmen. Idealerweise unterschätzt der Markt das Potenzial der Geschäftsmodelle dieser Unternehmen noch, was sich in einem vergleichsweise günstigen Kurs niederschlägt.

Aktuell beobachten wir eine ganze Reihe von wachstumsstarken Themen im Tech-Bereich. Dazu zählen zum Beispiel Fintechs wie Neobanken, Angebote rund um Krytowährungen und digitale Zahlungsdienstleister. Das digitale Bezahlen hat in der Pandemie deutlich zugenommen, und auch für die Zeit nach der Krise erwarten wir gute Fundamentaldaten bei Bezahldiensten, die vom Wachstum durch neue Nutzer und steigendem Volumen profitieren werden. Nicht nur im Geschäft mit dem Konsumenten ist digitales Bezahlen auf dem Vormarsch, auch im B2B-Bereich sowie im staatlichen Zahlungsverkehr mit Privaten wächst das Interesse. Unternehmen sowie die öffentliche Hand sind auf der Suche nach digitalen Lösungen für den Zahlungsverkehr.

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