Lesedauer: 3 Minuten

„Ohne Strukturreformen wäre eine europäische Fiskalunion eine reine Transfergesellschaft“

Seite 3 / 3


Wäre die Rettung des Euro ein Selbstzweck – eine schnelle Fiskalunion wäre eine Lösung. Das Ziel sollte jedoch sein, „das Wohlergehen einer möglichst großen Anzahl von Menschen zu maximieren“ (Woody Brock, Gründer und Vorsitzender des Think Tank Strategic Economic Decisions) und vor allem den künftigen Generationen eine Perspektive zu bieten.

Dieses Ziel kann nicht erreicht werden, wenn die Fiskalunion umgesetzt wird, bevor die Länder der Eurozone die nötigen Strukturreformen durchgeführt haben. Sonst käme die Fiskalunion lediglich einem permanenten Kapitaltransfer von einigen Ländern in bestimmte andere Länder gleich.

Letztendlich ist die Beibehaltung beziehungsweise Nicht-Beibehaltung des Euro in seiner aktuellen Form – genau wie seinerzeit die Einführung – eine politische Entscheidung. Damals entschied man sich gegen den gesunden Menschenverstand und für den Euro.

Mehr zum Thema
Euro-Krise: Wenn Moral auf Prinzipien trifft
Studie: Euro-Krise schürt German Angst
Euro-Bonds für Hollandes Wahlversprechen?