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Oliver Liebermann gehört seit Anfang 2019 dem Vorstand der MLP Finanzberatung an und verantwortet den Vertrieb. Zuvor war Liebermann seit 2010 Bereichsvorstand der MLP Region Nord-Ost. Von 1998 bis 2010 leitete er die MLP-Geschäftsstelle Ravensburg. | © MLP Finanzberatung

Oliver Liebermann im Interview

„Wir werden weit mehr Berater einsetzen“

DAS INVESTMENT: Seit Beginn des Jahres haben Sie bei der MLP Finanzberatung den eigens geschaffenen Posten des Vertriebsvorstands inne. Ihr Auftrag lautet, den Vertrieb weiter auszubauen. Wie wollen Sie das erreichen?

Oliver Liebermann: Unser Ziel ist vor allem, durch eine große Nähe zu unseren Familien- und Firmenkunden organisch zu wachsen. Zum Programm gehört aber auch, den Kundenstamm in allen Bereichen gezielt auszubauen. Nicht zuletzt möchten wir das Verpflichten neuer Berater weiter beschleunigen. Allein im Hochschulbereich, also unserem jungen Segment, wollen wir die Zahl in den nächsten drei bis fünf Jahren auf mindestens 600 verdoppeln.

Sie reden dabei ausschließlich von hauptberuflichen MLP-Beratern?

Liebermann: Absolut, das war immer so und wird auch immer so bleiben. Alles andere würde auch der Ernsthaftigkeit unseres Geschäfts nicht gerecht. Gleichzeitig haben unsere Beraterinnen und Berater eine große Flexibilität, beispielsweise wenn sie sich für eine bestimmte Zeit intensiv um ihre Kinder kümmern wollen. In solchen Fällen reduzieren sie die Zahl an betreuten Kunden, während das Engagement pro Kunde auf dem gleichen hohen Niveau bleibt. Dass dies gut funktioniert, sieht man auch daran, dass der Anteil von Frauen deutlich zugelegt hat – wir sprechen mitunter von 30 bis 40 Prozent der Berater, die jetzt starten.

Sie müssen gegen den Trend ankämpfen, schließlich sank die gesamte Zahl der Vermittler hierzulande in diesem Jahr erstmals unter die Marke von 200.000. Wo finden Sie die neuen Kollegen?

Liebermann: Der bedeutendste Weg bleibt die persönliche Empfehlung. Eine zunehmende Bedeutung bekommt inzwischen Social-Media-Recruiting. Wir gehen bei den Berufserfahrenen unter anderem auch auf Berater zu, die sich neu orientieren wollen und dafür Plattformen wie Stepstone oder Monster nutzen. Zudem arbeiten wir mit Personalvermittlern zusammen, die auf die Branche spezialisiert sind und unser Modell gut vorstellen können. Wir stellen bei Beratern ein Interesse an MLP in noch nie gekanntem Ausmaß fest.

Welche Rolle spielt die MLP-Universität in Wiesloch bei der Qualifizierung?

Liebermann: Unsere „CU“, wie wir unsere Unternehmensakademie nennen, ist ein echtes Pfund, sowohl bei der Gewinnung von Hochschulabsolventen als auch bei Branchenkennern. Wir haben mehr als 400 Bildungsangebote, sehr innovative Formate und Abschlüsse, die an staatlichen Hochschulen angerechnet werden. Junge Berater können bei uns zum Beispiel einen Bachelor- und einen Master-Abschluss erwerben, auf den unsere Grundqualifikation angerechnet wird. Bei Branchenkennern rechnen wir vorhandene Qualifikationen an. Sie finden bei uns auch viele Weiterbildungen, mit denen sie sich zusätzliche Potenziale erschließen können. Und schließlich dokumentieren wir die gesamte Weiterbildung für unsere Berater – Stichworte sind zum Beispiel IDD oder die Weiterbildungspflicht für die Immobilienvermittlung.

Was können Sie denn interessierten Neueinsteigern bieten?

Liebermann: Neben exzellenter Qualifizierung unterstützen wir insbesondere jüngere Berater sehr intensiv dabei, sich ihren eigenen Kundenstamm aufzubauen. Konkret nutzen wir Facebook und andere Social-Media-Kanäle. Dabei melden sich Studenten für vom Berater gehaltene Seminare etwa in den Bereichen Steuern, Finanzen oder auch Rhetorik an. Die Teilnehmer lernen dort MLP und den Berater kennen – viele haben dann im Anschluss auch Interesse an unserer Finanzberatung. Hinzu kommen viele weitere Mehrwerte – vom umfangreichen Serviceangebot bis hin zu einer persönlichen Unternehmenskultur. Außerdem unterstützen wir mit unserer Weiterbildungsprämie den Start in die Selbstständigkeit auch finanziell.

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