Wer Omar Moufti nach seinem Beruf fragt, bekommt zunächst eine Lektion in Widersprüchen. Moufti arbeitet bei Blackrock, dem größten Vermögensverwalter der Welt – jenem Konzern, der mit seiner Fondsmarke iShares das indexierte Anlegen groß gemacht hat, das simple, kostengünstige Nachbilden eines Index, das einer ganzen Generation von Stockpickern das Geschäft erschwert hat. Ausgerechnet dort verantwortet Moufti, was er den „Non-Core“ nennt, den Rand des Portfolios. Die Kür, nicht die Pflicht. „Die Leute investieren in Themen, Sektoren und Rohstoffe nicht, weil das ein strategisches Gewicht in ihrem Portfolio hätte“, sagt er, „sondern weil sie glauben, dass es Mehrrendite oder Diversifikation bringen kann.“