Rechtsanwalt Norman Wirth Foto: Christof Rieken

Online-Pranger und bis zu 5.000 Euro Geldbuße

Das droht Bestandsvermittlern ohne 34i-Erlaubnis

Wer Immobiliendarlehen an Verbraucher vermitteln will, braucht dazu seit dem 21. März eine behördliche Erlaubnis nach Paragraf 34 i GewO. Die Bestandsvermittler durften aufgrund einer Übergangsfrist zunächst mit ihrer Erlaubnis nach Paragraf 34 c GewO weiter vermitteln. Doch diese Übergangsregelung endet bald, nämlich am 21. März 2017.

Ordnungswidrigkeit

Bestandsvermittler ohne 34i-Erlaubnis sollen sich beeilen, diese zu bekommen, rät Rechtsanwalt Norman Wirth, von der Berliner Kanzlei Wirth-Rechtsanwälte. „Paragraf 34 i Gewerbeordnung gibt der Erlaubnisbehörde die Möglichkeit, säumige Vermittler an den `Pranger` zu stellen“. Die zuständige Erlaubnisbehörde dürfe als Verstöße gegen die Erlaubnispflicht im Vermittlerregister unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen im Internet veröffentlichen.

Darüber hinaus stellt die Vermittlung von Immobiliar-Verbraucherdarlehen ohne die erforderliche Erlaubnis laut Wirth eine Ordnungswidrigkeit dar. Diese kann mit bis zu 5.000 Euro Geldbuße geahndet werden.

Mehr zum Thema
KommentarWas man von 34i-Vermittlern jetzt erwarten darf Sparkassenpräsident Peter SchneiderWohnimmobilienkreditrichtlinie: Deshalb sind selbst Landtagsabgeordnete nicht kreditwürdig „Überregulierung für 34i-Vermittler“„EU-Richtlinie mangelhaft in deutsches Recht umgesetzt“