Osteuropa-Fonds: Raiffeisen-Osteuropa-Aktien gewinnt Klassiker-Duell
Über eine ähnlich lange Erfahrung wie Böttcher verfügt Angelika Millendorfer: Die Österreicherin zeichnet seit 1996 ohne Unterbrechung für den Raiffeisen-Osteuropa-Aktien verantwortlich. Auch dieser Fonds geriet in der Finanzkrise mächtig unter Druck; konnte sich aber mit einer Wette auf Energieaktien ebenfalls überdurchschnittlich erholen (plus 135,5 Prozent seit März 2009). Insgesamt belegt der Magna Eastern European in der Performance-Wertung unter 57 Osteuropa-Angeboten Rang 16, der Raiffeisen-Fonds Rang 23.
DER FONDS
1:2 Rating-Vergleich: Bei den führenden Ratingagenturen haben beide Fonds an Ansehen verloren. Der Raiffeisen-Osteuropa-Aktien etwa kommt aktuell noch auf fünf Punkte, vor der Finanzkrise waren es elf. An qualitativen Ratings geblieben sind eine Goldmedaille von Sauren und ein A von S&P. Den Magna Eastern European (derzeit zwei Ratingpunkte) beurteilen die Analysten von S&P nach wie vor mit AA – betonen aber gleichzeitig, dass dieses Urteil ohne die jüngste Outperformance akut gefährdet gewesen wäre.
Fazit: Trotz vorübergehend schwacher Leistungen – beide Klassiker verdienen etwas mehr Vertrauen, als es die aktuellen Crashtest-Platzierungen und rein zahlenbasierten Ratings signalisieren.
