Wilfried Kempchen, OVB

Wilfried Kempchen, OVB

OVB: Schwarze Zahlen dank Osteuropa

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Insgesamt stiegen die Provisionserlöse des OVB Konzerns in den ersten neun Monaten des Jahres um 11,6 Prozent auf 162 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) legte um 14,5 Prozent auf 4 Millionen Euro zu.

Den größten Beitrag sowohl zur Umsatz- als auch zur Gewinnsteigerung leistete der ost- und mitteleuropäische Markt. Hier erzielte OVB im Neunmonatszeitraum 94,3 Millionen Euro Gesamtvertriebsprovisionen. Das sind 43,3 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode (65,9 Millionen Euro).

In Deutschland gingen die Vertriebserlöse von 52,1 Millionen Euro im Vorjahr auf 50,4 Millionen Euro zurück. Noch schlechter sah das Geschäft in Süd- und Westeuropa aus. Dort blieb der Umsatz mit 17,2 Millionen Euro um 36,7 Prozent unter dem Vorjahreswert von 27,2 Millionen Euro zurück.

Das Segment Ost- und Mitteleuropa leistete mit 8,1 Millionen Euro den größten Beitrag zum operativen Ergebnis. In Deutschland ging das Ebit gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück; die Region Süd- und Westeuropa bescherte dem Konzern Verluste.

Fondsgebundene Vorsorgeprodukte gefragt

Die Zahl der Neuverträge stieg europaweit um 15,4 Prozent auf 387.776. Die größte Nachfrage gab es weiterhin nach fondsgebundenen Vorsorgeprodukten, auf die 63 Prozent der Neuverträge entfielen (Vorjahr: 57 Prozent). 12 Prozent (Vorjahr: 16 Prozent) der Neuverträge waren sonstige Vorsorgeprodukte, zu denen insbesondere klassische Lebens- und Rentenversicherungen zählten.

Die Zahl der Kunden wuchs um 1,6 Prozent auf 2,84 Millionen. Zwischen Januar und September stockte der Konzern sein Außendienstteam um 222 Mitarbeiter auf insgesamt 4.822 Finanzberater auf. Das entspricht einem Zuwachs von 5,4 Prozent.