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Pazifik-Fonds: Zwei Klassiker auf Orientierungssuche

Performance-Vergleich:
Fideliy Pacfic : Robeco Asia Pacfic Equities 1:0

Als Arnout van Rijn Ende 2007 den Robeco Asia-Pacific Equities übernahm, wartete ein gehöriges Stück Arbeit auf ihn: Das zuvor von Russell Investments verwaltete Portfolio war im Lauf der Jahre auf mehr als 500 Einzelaktien gewachsen und damit viel zu unübersichtlich geworden. In mehreren Schritten reduzierte van Rijn die Anzahl bis Ende 2009 auf rund 80 Titel, wobei Japan mit einem Anteil von derzeit etwas mehr als 40 Prozent den Schwerpunkt bildet.


Der radikale Schnitt besserte zwar die Performance, brachte aber noch nicht die entscheidende Wende: Unter 30 Crashtest-Kandidaten belegt van Rijns Fonds derzeit lediglich Rang 22. Der Fidelity Pacific landete auf Rang 13 – allerdings nur, weil Fondsmanager Dale Nicholls mit dem drittbesten Zwölf-Monats-Ergebnis von 67,7 Prozent eine erfolgreiche Aufholjagd startete.

Stresstest:
Fideliy Pacfic : Robeco Asia Pacfic Equities 1:1

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Fidelity-Manager Nicholls hielt Ende 2007 mit rund 250 Aktien ebenfalls deutlich mehr Titel als die meisten Konkurrenten. Weil er überwiegend kleinere Unternehmen an Bord geholt hatte, half ihm diese breite Streuung in der Finanzkrise allerdings wenig – zwischenzeitlich stürzte der Anteilspreis um mehr als 65 Prozent ab.

Mittlerweile geht auch Nicholls fokussierter zu Werke: Die Anzahl der Beteiligungen sank auf 150, mit einem deutlich größeren Gewicht auf den Top Ten. Bis sich diese Veränderungen in der Statistik niederschlagen, dauert es allerdings seine Zeit. Im aktuellen Crashtest reichte es deshalb nur für Rang 27 (Robeco Asia-Pacific Equities: Rang 10).

Rating-Vergleich:
Fideliy Pacfic : Robeco Asia Pacfic Equities 1:1

Mit jeweils drei Ratingpunkten konnte in dieser Disziplin keiner der beiden Kontrahenten einen Vorteil herausarbeiten. Die Analysten von Morningstar sehen im Robeco-Fonds zwar einen potenziellen Outperformer, bemängeln aber das vergleichsweise kleine Management-Team von nur fünf Mitarbeitern.

Für den Fidelity Pacific hält Standard & Poor’s nach der 2009 wieder aufsteigenden Tendenz an der dritthöchsten Ratingnote A fest – auch, weil dort neben Nicholls gleich 30 Analysten auf die Suche nach erfolgversprechenden Beteiligungen gehen.

Fazit: Die Veränderungen in der Anlagepolitik tragen erste Früchte. Noch fällt es allerdings bei beiden Kandidaten schwer, eine klare Kaufempfehlung auszusprechen.

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