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Pensionspläne tief im Minus

Dies ergab eine Benchmark-Analyse der Unternehmensberatung Rauser Towers Perrin. Diese untersucht vierteljährlich die Auswirkungen aktueller Kapitalmarktentwicklungen auf Muster-Pensionspläne von in Deutschland aktiven Großunternehmen. Ein im Verlauf des Jahres auf den höchsten Stand seit 2005 gestiegener Rechnungszins hat allerdings gleichzeitig zu einem Rückgang der Verpflichtungen geführt. Nach mehr als vier Jahren nahezu ungebrochen aufsteigender Tendenz sinkt die Quote der Kapitaldeckung: So beläuft sich der Grad der externen Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen bei den Dax-Unternehmen auf durchschnittlich rund 64 Prozent und bei MDax-Unternehmen auf rund 48 Prozent, was einem Rückgang von sieben beziehungsweise acht Prozentpunkten entspricht. „Bei den betrieblichen Versorgungswerken hat die gesamtwirtschaftliche Situation Spuren hinterlassen. So schlägt der Kursverfall an den Aktienmärkten direkt auf die extern kapitalgedeckten Pensionsvermögen der Unternehmen durch“, erklärt Thomas Jasper, Principal bei Rauser Towers Perrin. Der Experte für die Finanzierung von Pensionsplänen räumt jedoch ein, dass die Analyse den Stand bei Pensionsverpflichtungen und -vermögen aufweist, ohne Risikomanagement-Maßnahmen und Sonderdotierungen in das Planvermögen zu berücksichtigen. Ergänzende Analysen hätten gezeigt, dass die Unternehmen im Rahmen ihrer Versorgungswerke sehr wohl über Mechanismen und Systeme zur Begrenzung von Verlusten aus Kapitalmarktentwicklungen verfügen. Dies werde durch die noch ausstehenden Jahresabschlussberichte für 2008 belegt werden, so Jasper.

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