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NFT Per Blockchain in Kunst investieren – oder es lieber sein lassen?

Am New Yorker Times Square wirbt eine Anzeigentafel für ein Jahres-Event der NFT-Industrie
Am New Yorker Times Square wirbt eine Anzeigentafel für ein Jahres-Event der NFT-Industrie: Kunst-Investments per Token werden immer beliebter. | Foto: imago images / ZUMA Wire

Am Kunstmarkt werden gerade irrsinnige Preise für digitale Kunst erzielt. NFTs, non fungible Token, sind heiß begehrt, werden hoch und immer höher gehandelt. Es gibt Geld zu verdienen, kein Wunder also, dass sich auch der Blick der Investoren darauf richtet. Doch Kunst und Investment passt nicht immer.

Das fängt mit der Einzigartigkeit der Werke an. Gerade NFTs stehen dafür, unikale Originale zu bieten und ihre Echtheit zu zertifizieren. Doch der Markt ist neu, Experten und ihre Schätzungen gibt es nicht, Überraschungen sind an der Tagesordnung. Derzeit überraschen die Preise eher mit Aufschlägen, doch auch Rückschläge sind möglich.

Einzelstücke, Kunst, entziehen sich der Analyse. Der fundamentalen – und mangels Historie auch der technischen. Was aber derzeit deutlich ist: NFTs bieten ein großes Potential, eine Investition kann sich lohnen – wenn mehr oder weniger nach den Regeln des Kunstmarktes gespielt wird. Drei Regeln helfen zum Erfolg:

  1. Ein NFT sollte digitale Werke verbriefen
    Kunstfonds haben schon früher versucht, teure Kunst für Anleger zugänglich zu machen und von möglichen Wertsteigerungen zu profitieren. Damals standen vor allem die Handling-Kosten dem entgegen, Aufbewahrung, Verkauf und so weiter kosteten viel Geld. Das scheint mit NFT besser lösbar zu sein, da die Anteile ja digital gehandelt werden. Doch: das Ursprungswerk muss noch immer aufbewahrt, gepflegt und verkauft werden. Ein Michelangelo ist nicht für NFTs vorgesehen – und er entzieht sich ihnen. Hybride NFT sind ein guter Mittelweg. Voraussetzung ist, dass erst das digitale Werk vorliegt und dann womöglich ein reales geschaffen wird. Wenn also etwa der NFT einer unikalen Uhr geschaffen und verkauft wird, dieser aber auch das Recht beinhaltet, diese Uhr real bauen zu lassen. Hier befruchten sich die beiden Welten und liefern einen echten Mehrwert für den Sammler – des NFT und des realen Stücks.
  2. Ein NFT sollte ein gesamtes Werk verbriefen
    Die reine Fraktionalisierung eines Werks ist keine Anlageidee. Ein Millionstel eines Kunstwerks oder Sammlerstücks zu besitzen ist nett, aber wenig erfolgversprechend. Da sind Kryptowährungen die bessere Alternative. Denn klein portionierte NFTs sind eigentlich keine NFTs mehr, da sie ja austauschbar werden, also fungibel. Vor allem aber: wer hat eigentlich welches recht am zugrundeliegenden Werk? Der Wert ist nicht analysierbar, deshalb auch nicht wirklich investierbar. Dagegen gibt es Editionen von NFTs oder auch nach den Regeln der Wahrscheinlichkeit zusammengestellte Werke wie etwa die Crypto Punks. Die gezeigten pixeligen Köpfe unterscheiden sich in Farbe, Ausstattung und so weiter und lassen sich nach Seltenheit einordnen. Mancher ist mehr, andere weniger wert, aber alle sind mittlerweile sehr teuer.
  3. Die dritte Regel ist die Frage nach dem Handel
    Auf vielen Plattformen gibt es eine reiche Auswahl von NFT. Nicht alles ist Kunst, vieles könnte weg. Kuratierte Auktionen, am besten in einem Auktionshaus sind das Mittel der Wahl. Manche Auktionshäuser schlagen diesen Weg ein. Sie zu beobachten kann sich lohnen.


Über den Autor:
Uwe Zimmer ist Geschäftsführer beim Vermögensverwalter Z-Invest aus Köln. Mit seinem kürzlich gegründeten Unternehmen „Time to Token“ bietet Zimmer selbst Kunst-Investments via Blockchain an.

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