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Sparkassenfiliale in Berlin: Der Sparkassenverband setzt nach wie vor stark auf die kaufmännische Ausbildung in einer seiner Filialen als Einstieg in die Branche. Foto: Getty Images

Sparkassenfiliale in Berlin: Der Sparkassenverband setzt nach wie vor stark auf die kaufmännische Ausbildung in einer seiner Filialen als Einstieg in die Branche. Foto: Getty Images

Personalberater berichten

Wann macht eine Bankausbildung Sinn

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Immer weniger Schulabgänger machen eine Ausbildung zur Bankkauffrau oder zum Bankkaufmann. 2013 gab es in diesem Bereich gegenüber 1995 nur noch halb so viele Absolventen: 25.400 im Vergleich zu 12.700 ausgebildeten Bankkaufleuten 18 Jahre zuvor.

Der Rückgang der Bank-Auszubildenden ist nur zum Teil dem mittlerweile ausgedünnten Filialnetz deutscher Banken geschuldet. Auch die Karrierewege im Bankensektor haben sich verändert. Darüber berichtet das Vermittlungsportal für Jobs in der Finanzbranche Efinancial Careers.

Wer in der Bankenbranche jenseits des Privatkundengeschäfts heute Karriere machen möchte, ist nicht mehr auf das klassische Karrieretreppchen Abitur – Bankausbildung – Studium angewiesen. Dagegen wählten junge Leute, die eine Laufbahn im Investmentbanking anpeilen, heute verstärkt den Weg über ein Wirtschaftsstudium mit Finanz-Schwerpunkten. Im höheren Private-Banking-Bereich sei ein Studium sogar Voraussetzung bei der Bewerberauswahl, berichtet Personalberater Patrick Riske von Fricke Finance & Legal in Frankfurt.

Karriereschub durch Praktikum

Statt klassischer Bankausbildung hat heute ein anderer Karrierefaktor an Bedeutung zugelegt: Praktika. Praktische Erfahrungen seien das A & O für Bewerber im Finanzsektor, schätzt Personalberater Marcus Michel von Contagi in Frankfurt gegenüber Efinancial Careers ein. Praktika erfolgten oft in hoch spezialisierten Bereichen, die nicht Bestandteil der klassischen Bankausbildung seien. Der Personalberater empfiehlt zum Vorankommen in der Finanzbranche außerdem neben einer kaufmännischen Ausbildung unbedingt auch ein aufbauendes Studium oder Fortbildungen.

Nach wie vor sehr viele Ausbildungsplätze stellen durch ihr dichtes Filialnetz die Sparkassen zur Verfügung. Unter allen Geldinstituten setzen sie bis heute am stärksten auf den klassischen Karriereweg über die Ausbildung in einem ihrer Institute. Eigene Ausbildungs-Absolventen brächten eine höhere „Arbeitsplatzfähigkeit“ mit als Quereinsteiger, die sich etwa mit Bachelor-Abschluss bewerben würden, zitiert Efinancial Careers eine Einschätzung des Deutsche Sparkassen- und Giroverbands DSGV. Der Verband unterhält für die Weiterbildung von Sparkassen-Mitarbeitern eine eigene Hochschule in Bonn, in der nach einer klassischen kaufmännischen Ausbildung zusätzlich Bachelor- und Masterstudiengänge durchlaufen werden können.

In diesen Bereichen ist ein Studium Grundvoraussetzung

In einigen Banking-Bereichen sei ein Studienabschluss jedoch unbedingte Karrierevoraussetzung: „Wer international oder in Stabstellen, im Investmentbanking oder dem Risikomanagement arbeiten möchte, kommt um ein Studium kaum herum“, schätzt der Vizepräsident der Frankfurt School of Finance & Management Ingolf Jungmann gegenüber Efinancial Careers ein.

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