Harry Markowitz, Vater der Modernen Portfoliotheorie Foto: imago images / ZUMA Press

Frei nach der Kapitalmarkttheorie

Pfeffer- und Salz-Fonds kommen auf den Tisch

Die Fondsgesellschaft Monega legt die Mischfonds Investagram Salt (ISIN der R-Tranche: DE000A2PT111, I-Tranche: DE000A2PT103) und Investagram Pepper (R-Tranche: DE000A2PT137, I-Tranche: DE000A2PT129) auf. Als Berater tritt die Gesellschaft Investagram mit Sitz in München auf.

Beide Fonds sollen das sogenannte Tangentialportfolio abbilden und nur durch einen Hebel voneinander abweichen. Der Begriff stammt aus einer Kapitalmarkttheorie namens „Capital Asset Pricing Model“, die wiederum auf der Modernen Portfoliotheorie von Harry Markowitz aufbaut.

Das Tangentialportfolio bezeichnet das am breitesten gestreute Portfolio, das den Markt optimal abbildet (deshalb auch: Marktportfolio). Es erreicht den maximalen Gewinn im Verhältnis zum eingegangenen Risiko, gemessen an der Volatilität, und gehört damit zu den sogenannten effizienten Portfolios. Maßzahl dafür ist die Sharpe Ratio, die den Mehrertrag einer Anlage über dem risikofreien Zins mit der Vola ins Verhältnis setzt. Je höher die Sharpe Ratio ist, desto mehr hat eine Anlage aus dem Risiko herausgeholt.

Die neuen Fonds kommen mit einer vorab festgelegten Ziel-Vola daher. Beim Salt liegt sie bei überschaubaren 2,5 Prozent im Jahr. Pepper soll seinem Namen gerecht werden und mit 15 Prozent im Jahr schwanken. Anleger sollen jede Vola-Stufe dazwischen erreichen können, indem sie beide Fonds mischen.

Das Anlageuniversum der beiden Fonds umfasst – wie bei einem Marktportfolio erwartbar – die globalen Aktien- und Rentenmärkte. Ausgehend von einer Basisallokation mit 20 Prozent in globalen Aktien und 80 Prozent in globalen Renten enthält der Investagram Salt aktuell 10 Prozent globale Aktien und 40 Prozent globale Renten. Die übrigen 50 Prozent liegen in geldmarktnahen Wertpapieren, also quasi in Cash. Der Investagram Pepper hingegen besteht zu 60 Prozent aus globalen Aktien und 240 Prozent globalen Renten. Möglich macht’s ein Hebel mittels Future-Kontrakten, für die man an der Börse ja lediglich Sicherheiten stellen muss.

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