Pilotstudie betreibt Ursachenforschung Pflegepersonal trägt hohes Risiko der Berufsunfähigkeit
Die Belastungen und Beschwerden nähmen daher weiter zu, so dass die Betroffenen ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr weiterarbeiten könnten. Die Arbeitsgruppe der PTHV bezeichnet diese zweite Phase als „Krise“. Sie führt nicht selten dazu, dass sich die betroffenen Beschäftigten am Ende in der beruflichen Rehabilitation (dritte Phase) und einer Neuorientierung wiederfänden.
„Wir waren überrascht, wie eindeutig die Befragten darauf hingewiesen haben, dass ihrer Meinung nach seitens der Arbeitgeber und der Politik mehr und früher etwas hätte getan werden können“, erläuterte Weidner. Er hofft, dass sich auf der Grundlage der Pilotstudie Folgeprojekte entwickeln lassen, etwa zur weiteren Ursachenforschung oder zur Entwicklung präventiver Konzepte.
„Wir sind sehr froh, dass wir mit der Wissenschaft kooperiert haben und nun mehr über die Hintergründe und Wege von langzeiterkrankten Pflegefachkräften wissen, die zu uns in die berufliche Rehabilitation kommen“, sagte Heinz Werner Meurer, Geschäftsführer des Berufsförderungswerkes Koblenz. Er betonte, nötig seien neben mehr Präventions- und Hilfsangeboten im Beruf auch mehr Maßnahmen in der Rehabilitation, die es den Pflegefachkräften ermöglichten, im Gesundheitswesen weiterarbeiten zu können.
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