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Eine dynamische Strategie für die Asset-Allokation

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Lesedauer: 4 Minuten
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Ausblick auf 2022 PIMCO sieht europäische Aktien vor Schwierigkeiten

Bauarbeiten und Stau in der Rue Royale in Paris
Bauarbeiten und Stau in der Rue Royale in Paris: Eine ungünstige Sektorzusammensetzung, hohe Energiepreise und wachsende Risiken rund um die weitere Entwicklung von Covid-19 beeinträchtigen die Entwicklung europäischer Aktien. | Foto: Imago Images / IP3press
Erin Browne, PIMCO

Mit Blick auf das Jahr 2022 gehen wir von einem weiteren Wachstum der Weltwirtschaft und einer kurzfristig höheren Inflationsrate aus. Obwohl wir damit rechnen, dass sich die Inflation im Lauf des Jahres abschwächen wird, birgt unsere Prognose Aufwärtsrisiken.

Wir erwarten zwar, dass Aktien und Anleihen im kommenden Jahr tendenziell positive Erträge liefern werden. Wir gehen jedoch von einer stärkeren Streuung der Performance zwischen den Sektoren und Regionen aus, was typisch ist für die Mitte des Konjunkturzyklus.

Geraldine Sundstrom, PIMCO

Angesichts höherer Bewertungen sind risikobehaftete Anlagen anfälliger für exogene Schocks und politische Fehlentscheidungen. Unseres Erachtens ist das Risiko politischer Fehler gestiegen, da die geld- und fiskalpolitische Unterstützung zurückgefahren wird und die staatlichen Institutionen versuchen, die konjunkturelle Entwicklung der Privatwirtschaft zu stimulieren. Dadurch entstehen sogenannte „Fat Tail“-Risiken, also Ausreißer über den langjährigen Durchschnitt.

Die Aussichten für Aktien

Unser Ausblick für die Aktienmärkte bleibt insgesamt positiv. Wir erwarten jedoch erhebliche Performance-Unterschiede zwischen den Regionen und Sektoren, was einen sehr selektiven und dynamischen Anlageansatz rechtfertigt.

In den Industrieländern bleiben wir in US-Aktien übergewichtet – und haben diese Übergewichtung in zyklischen Wachstumssektoren positioniert. Wir sind auch in japanischen Aktien investiert, die weiteren Spielraum für Zugewinne haben dürften. Unser Blick auf europäische Aktien ist weniger optimistisch. Die Gründe hierfür sind die ungünstige Sektorzusammensetzung, hohe Energiepreise und wachsende Risiken rund um die weitere Entwicklung von Covid-19.

Den Schwellenländern stehen wir weiterhin positiv gegenüber, insbesondere auch im Hinblick auf selektive Engagements in Asien. Gleichzeitig behalten wir die regulatorischen Entwicklungen in China und die sich aufbauenden geopolitischen Spannungen in der Region im Auge. Wir halten an unserer Übergewichtung der asiatischen Schwellenländer fest. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Hardwaretechnologie und -ausrüstung, weil diese Bereiche sowohl für das regionale als auch für das globale Wachstum von großer strategischer Bedeutung sind.

Was die Branchenauswahl angeht, behalten wir die Präferenz für langfristige Wachstumstrends wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit bei. Insbesondere glauben wir, dass Halbleiterproduzenten, Hersteller von Automatisierungs-Equipment sowie Anbieter von umweltfreundlicher Energie und Mobilität davon profitieren werden. Wir ergänzen diese Positionen um Engagements, die von einem stärker inflationären Umfeld profitieren könnten; das sind Unternehmen, von denen wir glauben, dass sie einen Burggraben-Charakter haben und über eine große Preissetzungsmacht verfügen, sodass sie eine höhere Inflation durch Preiserhöhungen weitergeben und davon profitieren können, wie zum Beispiel globale Versandunternehmen.

Zinsen, Anleihen und Währungen

Wir erwarten, dass die Renditen von Staatsanleihen im Lauf des Konjunkturzyklus steigen, wenn die Zentralbanken die Zinsen anheben. Im Kontext eines Multi-Asset-Portfolios sind wir jedoch von der Rolle der Duration als Quelle für Diversifizierung überzeugt. Deshalb halten wir auch an einigen Durationspositionen fest. Wir behalten eine leichte Übergewichtung von US-TIPS (Treasury Inflation-Protected Securities) in Multi-Asset-Portfolios bei. Obwohl sich die Break-even-Punkte für die Inflation deutlich nach oben bewegt haben, ist unserer Ansicht nach noch immer keine angemessene Risikoprämie für die Inflation eingepreist.

Wir sind der Meinung, dass Unternehmensanleihen bereits hoch bewertet sind. Daher sehen wir kaum Raum für eine Verringerung der Spreads jenseits einiger selektiver Anlagechancen, die unsere Anleiheanalysten identifizieren. Verbriefte Kredite hingegen bieten nach wie vor attraktive Bewertungen, insbesondere nicht staatliche US-Hypothekenpapiere, wo solide Bilanzen der Verbraucher und ein starker Wohnungsmarkt die Verbesserung der Kreditqualität unterstützen. Entsprechend günstig sind die Spreads im Vergleich zu Unternehmensanleihen.

Zuletzt noch ein Ausblick auf Devisen: Der US-Dollar ist in unseren Modellen nach wie vor hoch bewertet, insbesondere gegenüber den Währungen der Schwellenländer. Wir sollten trotzdem nicht davon ausgehen, dass der US-Dollar in einem Umfeld, in dem die Volkswirtschaften der Schwellenländer und die Zentralbanken weiterhin vor Herausforderungen stehen, zwangsläufig schwächer wird.

Detaillierte Einschätzungen zu allen Anlageklassen finden Sie in unserem Asset-Allocation-Ausblick: „Chancen in einer Ära der Transformation“

Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.
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